Weihnachten und Silvester in den Partnerstädten von Bergisch Gladbach
Laila SchomberWeihnachten und Silvester in den Partnerstädten von Bergisch Gladbach
Weihnachten und Neujahr in den Partnerstädten von Bergisch Gladbach
Die offizielle Website der Stadt Bergisch Gladbach.
- Dezember 2024
In ganz Europa nehmen die Weihnachts- und Neujahrsfeiern Gestalt an – eine Mischung aus bewährten Bräuchen und neuen Regelungen. Von der Rückkehr des Festtagszaubers in Bethlehem bis hin zu Feuerwerksverboten in Berlin und den Niederlanden: Jede Gemeinschaft begeht die Festtage auf ihre eigene Weise. Manche legen Wert auf Familienessen und Kerzenschein, andere passen sich strengeren Sicherheitsvorkehrungen bei öffentlichen Veranstaltungen an.
In Bethlehem ist die Weihnachtsstimmung nach Jahren der Unterbrechung zurückgekehrt. Ein geschmückter Tannenbaum steht wieder in der Stadt und zieht Besucher an, die das Lichtermeer und die Dekorationen bewundern. Trotz anhaltender Spannungen versammeln sich Einheimische und Pilger zu Prozessionen, Gesängen und gemeinsamen Feiern.
Unterdessen hat der Berliner Bezirk Neukölln für den Jahreswechsel 2025/2026 ein Verbot für privates Böllern erlassen. Erlaubt sind nur noch kontrollierte öffentliche Feuerwerke, wobei pyrotechnische Artikel mit Explosionseffekten streng reglementiert werden. Ziel ist es, Unfälle und Lärmbelästigungen in der Silvesternacht zu reduzieren. Auch die Niederlande verschärfen ihre Feuerwerksregeln: Ab dem Jahreswechsel 2026/2027 wird privates Feuerwerk komplett verboten sein. Bisher wird dort Oud en Nieuw mit Böllern und Oliebollen (frittierten Teigbällchen) gefeiert, doch der Wandel spiegelt wachsende Sicherheitsbedenken wider.
Anderswo bleiben die Traditionen tief verwurzelt. In der Ukraine bereiten Familien Kutja zu – einen süßen Weizenbrei –, zünden Kerzen an und singen Weihnachtslieder. Der Abend beginnt mit einem gründlichen Hausputz, der einen Neuanfang symbolisiert. In Litauen dauern die Weihnachtsfeiern drei Tage, es werden zwölf fleischlose Gerichte serviert und die Bäume mit selbstgebasteltem Schmuck dekoriert. In Frankreich steht ein opulentes Mahl im Mittelpunkt, das oft mit einer Bûche de Noël (Schokoladenholzscheit-Torte) endet. Geschenke werden am 25. Dezember ausgetauscht, während in Schlesien eine Krippendarstellung zum Fest gehört und getrocknete Karpfenschuppen in Geldbörsen als Glücksbringer aufbewahrt werden. In Israel hingegen prägen die acht Tage des Chanukka-Fests das Nacht für Nacht entzündete Licht der Menora – ein Symbol für Hoffnung und Widerstandsfähigkeit.
Die Festtage zeigen sich somit zwischen Kontinuität und Wandel: Bethlehems wiedererweckte Feierlichkeiten stehen im Kontrast zu den strengeren Feuerwerksregeln in Deutschland und den Niederlanden. Doch ob durch Mahlzeiten, Kerzenlicht oder Gemeinschaft – in ganz Europa halten die Menschen an ihren Bräuchen fest, auch wenn sich manche Gewohnheiten modernen Herausforderungen anpassen. Die Feiern spiegeln dabei sowohl kulturellen Stolz als auch sich wandelnde Prioritäten in Sachen öffentlicher Sicherheit wider.