Wasserkraft in NRW 2025: Warum der Ausbau der erneuerbaren Energien stockt
Mark BolnbachVerband kritisiert Stillstand bei Wasserkraftausbau in NRW - Wasserkraft in NRW 2025: Warum der Ausbau der erneuerbaren Energien stockt
Nordrhein-Westfalen: Kaum Zuwachs bei Wasserkraft im Jahr 2025
In Nordrhein-Westfalen (NRW) gab es 2025 kaum Wachstum im Bereich der Wasserkraft. Nur eine kleine Anlage ging ans Netz, während keine konventionellen Kraftwerke gebaut wurden. Experten warnen, dass diese Stagnation mit den Klimazielen und wirtschaftlichen Bedürfnissen des Landes kollidiert.
Ende 2025 verfügte NRW über 517 Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von knapp 191 Megawatt. Zum Vergleich: Das Kohlekraftwerk Datteln 4 allein erzeugt rund 1.100 Megawatt. Die einzige neue Anlage in Düren bringt es gerade einmal auf 26 Kilowatt.
Deutschlandweit stagniert NRW beim Ausbau In den vergangenen fünf Jahren wurden bundesweit zwischen 120 und 180 Mini-Wasserkraftwerke (unter 1 Megawatt Leistung) in Betrieb genommen. In NRW jedoch stockt der Ausbau. Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) führt dies auf lange Genehmigungsverfahren sowie auf Widerstand von Umweltschutzverbänden und Behörden zurück.
Potenzielle Standorte gibt es entlang von Flüssen wie Lippe, Rur und Werre. Doch ein Entwurf der Wasserstrategie NRW sieht vor, Hindernisse wie Wehre schneller zu beseitigen – dabei könnten genau diese Bauwerke die Wasserkraft fördern. LEE-NRW-Vorsitzender Hans-Josef Vogel kritisiert, dass die aktuelle Blockade sowohl die Energiepolitik als auch die wirtschaftliche Stabilität untergräbt.
Klimaziele in Gefahr, Konflikte ungelöst Trotz verfügbarer Standorte und politischer Ambitionen kommt der Wasserkraftausbau in NRW kaum voran. Mit nur einer neuen Mini-Anlage im Jahr 2025 hinkt das Land seinen eigenen Zielen beim Ausbau erneuerbarer Energien hinterher. Der Konflikt zwischen Umweltschutzauflagen und Ausbauplänen zeigt keine Anzeichen einer Entspannung.






