Warum Schneekugeln seit Jahrhunderten magische Faszination ausüben
Kirsten HentschelWarum Schneekugeln seit Jahrhunderten magische Faszination ausüben
Schneekugeln – ein zeitloser Zauber in Glas
Seit Jahrhunderten begeistern Schneekugeln als beliebte Deko-Objekte mit ihren Miniaturwelten und wirbelnden Glitzerflocken. In den versiegelten Glaskugeln schwimmen Wasser und winzige Partikel, die fallenden Schnee imitieren. Seit 2020 wird ihre faszinierende Geschichte und ihr Charme in Deutschland jedes Jahr am 14. Dezember mit einem eigenen Feiertag gewürdigt.
Die Idee der Schneekugel reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück: Bereits 1572 schuf Leonhard Thurneysser eine frühe Variante – allerdings noch ohne das heutige Design. Die uns vertraute Glaskugel mit Schneeeffekt ließ sich erst Ende des 19. Jahrhunderts der Österreicher Erwin Perzy patentieren.
Moderne Schneekugeln enthalten meist klares, destilliertes oder deionisiertes Wasser. Manche Hersteller geben Glycerin hinzu, um den Fall der Glitzerflocken zu verlangsamen und so einen sanfteren Schneeeffekt zu erzeugen. Die Partikel selbst bestehen in der Regel aus Kunststoff oder anderen dekorativen Materialien.
Initiator des Schneekugel-Tags ist Sven Giese, der den Aktionstag 2020 ins Leben rief. Seither wird er in Deutschland jährlich am 14. Dezember begangen. Obwohl das enthaltene Wasser ungiftig ist, sollte es keinesfalls getrunken werden.
Als Sammlerstücke und Geschenkidee bleiben Schneekugeln nach wie vor gefragt. Ihr schlichtes, doch magisches Design fasziniert Jung und Alt gleichermaßen. Der 14. Dezember erinnert alljährlich an ihren ungebrochenen Kultstatus in der deutschen Tradition.






