28 December 2025, 16:31

Warum die Kerzenbranche vor einem tiefgreifenden Wandel steht

Mehrere angezündete Kerzen auf einer Oberfläche.

Weniger Grablichter, mehr LED - Welche Kerzen sind gefragt - Warum die Kerzenbranche vor einem tiefgreifenden Wandel steht

Die Kerzenbranche erlebt Umbrüche in Produktion und Verbrauchergeschmack

Während klassische Wachskerzen nach wie vor als Duftspender und Dekoelemente beliebt sind, verändern neue Trends und sich wandelnde Bräuche die Nachfrage. In einigen Regionen geht die Herstellung jedoch spürbar zurück.

Die industrielle Kerzenproduktion in Nordrhein-Westfalen ist auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken. Der Rückgang, der 2024 begann, setzte sich 2025 fort. Gleichzeitig füllen Importe – vor allem aus Osteuropa und Ländern außerhalb der EU – zunehmend die Marktlücken.

Traditionelle Grabkerzen verlieren an Bedeutung, da sich Bestattungspraktiken ändern. Immer mehr Menschen entscheiden sich für Feuerbestattungen, wodurch der Bedarf an Friedhofskerzen sinkt. LED-Grablichter, die länger halten und in den dunklen Monaten zuverlässig leuchten, werden zur bevorzugten Alternative. Allerdings verzeichneten auch sie in den letzten Monaten einen leichten Absatzrückgang. Auch bei den Farben gibt es Verschiebungen: Rote Kerzen dominieren weiterhin mit über 60 Prozent Marktanteil, doch sanftere Töne liegen im Trend. Beliebt sind nun Beige, Grau, Pastelltöne, Salbeigrün und Antikrosa. LED-Kerzen gewinnen zwar an Verbreitung, doch die höheren Batteriekosten bremsen die Nachfrage.

Die Branche passt sich neuen Trends und wirtschaftlichen Herausforderungen an. Klassische Wachskerzen bleiben für den Hausgebrauch gefragt, doch Grabkerzen verlieren mit dem Wandel der Bestattungskultur an Bedeutung. Während die Importe steigen und die Produktion in einigen Regionen schrumpft, stellt sich die Industrie auf eine veränderte Marktlandschaft ein.