07 June 2026, 20:11

Wanderungsströme zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland kehren sich um

Ständige Einwanderung aus Ostdeutschland

Wanderungsströme zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland kehren sich um

Wanderungsbewegungen zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland haben sich in den vergangenen drei Jahrzehnten gewandelt. Seit der Wiedervereinigung sind mehr Menschen aus dem Osten in die Region gezogen als umgekehrt. Doch aktuelle Entwicklungen zeigen einen stetigen Abwanderungstrend aus Siegen-Wittgenstein in die neuen Bundesländer.

Den Höhepunkt erreichte die Zuwanderung 1991, als fast 1.200 Menschen aus Ostdeutschland nach Siegen-Wittgenstein kamen. Im Laufe der Zeit pendelten sich die Zahlen ein: Seit 2010 liegen die jährlichen Zuzüge stabil zwischen 200 und 300 Personen.

Insgesamt haben seit 1991 rund 12.700 Menschen aus den ostdeutschen Ländern ihren Wohnsitz in Siegen-Wittgenstein genommen. Gleichzeitig verließen etwa 9.200 Einwohner der Region in demselben Zeitraum die Gegend in Richtung Ostdeutschland. Die meisten von ihnen stammten aus Sachsen-Anhalt, während aus Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten kamen.

Seit 2020 hat sich das Muster umgekehrt: Nun ziehen mehr Menschen aus Siegen-Wittgenstein in die neuen Bundesländer fort, als von dort zuwandern.

Die Daten zeigen, dass die Region bis vor wenigen Jahren langfristig von der Migration profitierte. Zwischen 1991 und 2020 verzeichnete Siegen-Wittgenstein einen Nettozuwachs von etwa 3.500 Personen aus Ostdeutschland. Die jüngsten Zahlen deuten jedoch auf einen kontinuierlichen Bevölkerungsrückgang hin, da immer mehr Einwohner in den Osten abwandern.

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