Vonovia startet 3.000 Neubauten und setzt auf Bundeswehr-Kooperation gegen Wohnungsnot
Kirsten HentschelVonovia startet 3.000 Neubauten und setzt auf Bundeswehr-Kooperation gegen Wohnungsnot
Deutschlands größter Vermieter Vonovia plant Bau von 3.000 neuen Wohnungen im Jahr 2023
Das Unternehmen nimmt damit die Bautätigkeit nach einer zweijährigen Pause wieder auf, um den Wohnungsmangel zu lindern. Gleichzeitig strebt die Bundeswehr eine Aufstockung ihrer aktiven Truppenstärke auf 260.000 Soldaten an – was den Bedarf an militärischem Wohnraum erhöht. Hier sieht Vonovia Potenzial für eine Zusammenarbeit.
Nach dem Baustopp im Jahr 2021 hat Vonovia sein Neubauprogramm wiederaufgenommen. Langfristig verfügt das Unternehmen über ausreichend Grundstücke, um bis zu 70.000 zusätzliche Wohnungen zu errichten. Doch die hohen Kosten bleiben eine Hürde: Aktuell liegen die Baukosten bei über 5.000 Euro pro Quadratmeter – deutlich über der Zielmarke von 3.500 Euro, die für bezahlbare Mieten notwendig wäre.
Die Bundesregierung hat Maßnahmen ergriffen, um den Wohnungsbau zu beschleunigen, darunter die Initiative „Wohnungsturbo“ und günstigere Kredite der staatlichen Förderbank KfW. Diese Schritte sollen Deutschlands schwächelnde Bauwirtschaft beleben und die Rahmenbedingungen für Unternehmen wie Vonovia verbessern.
Bundeswehr-Expansion erhöht Nachfrage nach Wohnraum Der Plan der Bundeswehr, ihre Truppe auf 260.000 Soldatinnen und Soldaten zu vergrößern, schafft zusätzlichen Bedarf an Unterkünften. Vonovia hat sich bereit erklärt, neue Wohnungen zu bauen und zu verwalten – und kann dabei auf Erfahrung zurückgreifen. Das Unternehmen hat bereits Bundesimmobilien, darunter Bundeswehr-Liegenschaften, übernommen und der Truppe Nutzungsrechte eingeräumt.
Vonovia argumentiert, dass attraktiver Wohnraum den Militärdienst interessanter machen könnte. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Bundeswehr passt in die Strategie des Konzerns, das Wohnungsangebot in Deutschland insgesamt auszubauen.
Neubauoffensive und Bundeswehr-Partnerschaft als Antwort auf Wohnungsnot Mit der Rückkehr zum Wohnungsbau und dem geplanten Engagement für die Bundeswehr reagiert Vonovia auf die steigende Nachfrage. Die 3.000 neuen Wohnungen in diesem Jahr sind ein erster Schritt gegen den Mangel, während staatliche Förderungen die Kosten senken sollen. Gelingt die Zusammenarbeit, könnte sie nicht nur Soldaten unterbringen, sondern auch den dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum voranbringen.






