13 April 2026, 12:12

Vom Flüchtling zum Familienvater: Ein Neuanfang in Schildgen

Plakattext lautet "Flüchtlinge können Gebührenbefreiungen für über 1.000 Coursera-Kurse erhalten und werden lokale Studenten in geführten Diskussionen begleiten" mit Menschen mit Taschen, wahrscheinlich Flüchtlinge.

Vom Flüchtling zum Familienvater: Ein Neuanfang in Schildgen

Ein kurdischer Flüchtling, der vor fast einem Jahrzehnt nach Deutschland kam, hat sich in Schildgen ein neues Leben aufgebaut. Hosheen Shekhi, mittlerweile verheiratet und Vater eines kleinen Kindes, erzählte kürzlich bei einer lokalen Veranstaltung zur Feier der Integration von seinem Werdegang. Seine Geschichte spiegelt das Engagement einer kleinen Gemeinde wider, die seit 2015 über 1.000 Geflüchtete aufgenommen hat.

Shekhi floh 2015 aus Damaskus und ließ sich in Schildgen nieder, wo er Anfang des folgenden Jahres die Familie Huber kennenlernte. Sie nahm ihn bei sich auf, und mit ihrer Unterstützung lernte er schnell Deutsch. Ohne formellen Unterricht bestand er die B1-Prüfung und spricht die Sprache heute täglich – selbst mit seinem neun Monate alten Baby.

Der Berufseinstieg gestaltete sich zunächst schwierig. Nach vergeblichen Versuchen, eine Ausbildungsstelle zu finden, verließ Shekhi Schildgen zeitweise und ging nach Niedersachsen, bevor er in die Rheinregion zurückkehrte. 2023 fand er schließlich eine feste Anstellung beim örtlichen Jobcenter.

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Sein Schicksal ist Teil einer größeren Erzählung in Bergisch Gladbach. Rund 100 Einwohnerinnen und Einwohner starteten in Schildgen eine Willkommensinitiative, um Geflüchteten wie Shekhi zu helfen. Ihre Arbeit hält bis heute an: Aktuell zeigt das Café Himmel un Ääd eine Ausstellung mit Porträts des Fotografen Philipp J. Bösel, die noch bis zum 6. Dezember zu sehen ist. Begleitet wird sie von einer Veranstaltung am 28. November, bei der Geflüchtete von ihrem Leben in Deutschland berichten.

Shekhis Weg – von Sprachstunden bei einer Gastfamilie über einen Job bis zur Gründung einer eigenen Familie – zeigt, wie lokale Unterstützung Neuanfänge prägen kann. Die anstehende Veranstaltung und die Ausstellung unterstreichen das anhaltende Engagement der Gemeinde, Geflüchteten in der Region eine Heimat zu geben. Seit 2015 sind über 1.000 Menschen hier angekommen, jede und jeder mit einer eigenen Geschichte wie der seinen.

Quelle