Vertriebsumbruch bei Landmaschinen: CNH kündigt langjährige Händler in Norddeutschland
Mark BolnbachVertriebsumbruch bei Landmaschinen: CNH kündigt langjährige Händler in Norddeutschland
Tiefgreifende Veränderungen im Agrarmaschinen-Vertrieb in Norddeutschland
Im Vertrieb von Landmaschinen in Norddeutschland bahnen sich große Umbrüche an. Der Konzern CNH hat die exklusiven Vertriebsverträge mit mehreren langjährigen Händlern gekündigt, darunter ABC Bruns, doch die bestehenden Verträge bleiben noch für weitere 12 Monate in Kraft. Die Neuausrichtung folgt auf den Schritt von Lankhorst, der sich kürzlich mit CNH verbündet hat – eine Entwicklung, die Marken wie Deutz-Fahr und New Holland vor Unsicherheiten stellt.
Fünf renommierte Händler – ABC Bruns, Mager & Wedemeyer, Engbers Söhne, Kotte Landtechnik und Agrartechnik Altenberge – verlieren ihre exklusiven Vertriebsrechte für New Holland. Dennoch gelten die aktuellen Vereinbarungen bis zum Ablauf der Kündigungsfrist weiter. Die betroffenen Händler versichern ihren Kunden, dass Vertrieb, Service und Ersatzteilversorgung in dieser Übergangsphase ohne Einschränkungen aufrechterhalten werden.
Engbers Söhne hat bereits eine neue langfristige Partnerschaft mit Lankhorst geschlossen und wird künftig CNH-Marken wie Case IH und Steyr vertreiben. Gleichzeitig übernehmen Lankhorst und Lankhorst Nord nun die Rolle als exklusive A-Händler für CNH, bleiben aber weiterhin Ansprechpartner für bestehende Deutz-Fahr-Kunden in ihrer Region. Deutz-Fahr selbst hat bisher keine Aussagen zu künftigen Vertriebsstrukturen getroffen, was bei Händlern und Landwirten Fragen zur weiteren Ausrichtung der Marke aufwirft.
Die Umstrukturierung ist eine direkte Folge des Wechsels von Lankhorst – weg von Deutz-Fahr, hin zu CNH – und verändert die Marktlandschaft für diese Marken grundlegend. Zwar sorgt die 12-monatige Kündigungsfrist für eine Übergangsphase, doch bereiten sich die Händler bereits auf Anpassungen nach Auslaufen der aktuellen Verträge vor.
Für Landwirte und Händler ändert sich vorerst wenig im Tagesgeschäft. Die 12-monatige Frist garantiert Stabilität, doch wie es langfristig insbesondere für Deutz-Fahr weitergeht, bleibt ungewiss. Die Händler konzentrieren sich darauf, ihre Servicequalität zu halten und sich gleichzeitig auf die neue Vertriebsrealität einzustellen.