Verkehrssicherheit im Kreis Euskirchen: Weniger Tote, aber mehr Verletzte und Risiken
Kirsten HentschelVerkehrssicherheit im Kreis Euskirchen: Weniger Tote, aber mehr Verletzte und Risiken
Verkehrssicherheit bleibt zentrales Thema im Kreis Euskirchen – Fortschritte und anhaltende Risiken
Neue Zahlen zeigen im Kreis Euskirchen sowohl Erfolge als auch weiterhin bestehende Gefahren im Straßenverkehr. Zwar ging die Zahl der Verkehrstoten 2025 deutlich zurück, doch Verletzungen und Unfälle mit besonders gefährdeten Gruppen nahmen zu. Die lokalen Behörden konzentrieren ihre Präventionsmaßnahmen nun auf junge Verkehrsteilnehmer und Senioren, um künftige Vorfälle zu reduzieren.
Laut offiziellen Angaben gab es 2025 im Kreis Euskirchen 5.603 Verkehrsunfälle – ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings stiegen die Unfälle mit Personenschaden von 586 auf 638, wobei insgesamt 830 Menschen verletzt wurden, davon 153 schwer. Zehn Menschen kamen ums Leben, nach 22 im Jahr 2024 – ein deutlicher Rückgang.
Häufigste Unfallursachen waren Vorfahrtsmissachtung und überhöhte Geschwindigkeit. Bei 56 Unfällen spielten Alkohol oder Drogen eine Rolle. Auch E-Scooter stellten ein Risiko dar: Hier wurden 34 Verletzungen registriert, darunter fünf bei Kindern.
Die Zahl der Unfallfluchten blieb hoch: 1.146 Fälle wurden erfasst, davon 65 mit Verletzten. Die Polizei konnte 507 davon aufklären. Langfristig zeigt sich seit 2021 ein allmählicher Anstieg der Unfälle mit Personenschaden, wobei der jährliche Zuwachs im Kreis Euskirchen mit 3 % unter dem Landesdurchschnitt von 5 % liegt.
In Nachbarregionen stiegen die Zahlen stärker: Im Rhein-Sieg-Kreis nahmen Unfälle mit Verletzten um 6 % zu, im Kreis Düren um 5 %. Zwar sind die Werte in Euskirchen niedriger, doch die anhaltenden Gefahren auf den Straßen bleiben besorgniserregend.
Die Verkehrssicherheitskampagne des Kreises setzt nun gezielt auf Aufklärung für junge und ältere Verkehrsteilnehmer. Da die Verletztenzahlen weiterhin steigen, wollen die Verantwortlichen riskantes Verhalten eindämmen und die Einhaltung der Verkehrsregeln verbessern. Der Rückgang der Todesopfer stimmt zwar hoffnungsvoll, doch bleiben weitere Anstrengungen nötig – etwa gegen Rasen, Vorfahrtsverstöße und Unfallfluchten.