29 January 2026, 16:36

Verena Schäffer wird neue Familienministerin in Nordrhein-Westfalen

Ein Mann in einem schwarzen Blazer und Brille sitzt an einem Tisch mit einem Mikrofon, mehreren Flaggen und einer hölzernen Wand mit einem Fenster im Hintergrund.

Verena Schäffer wird neue Familienministerin in Nordrhein-Westfalen

Verena Schäffer, eine 39-jährige Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen, ist als neue Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen vereidigt worden. Sie folgt auf Josefine Paul, die nach anhaltenden Kommunikationsproblemen innerhalb des Ministeriums von ihrem Amt zurückgetreten war. Schäffers Ernennung krönt fast 16 Jahre politischer Arbeit im Landtag, in denen sie sich durch Führungsstärke und engagierte Interessenvertretung einen Namen machte.

Ihren Einstieg in die Politik fand Schäffer bereits als Teenager: Noch vor ihrem 19. Lebensjahr stieg sie bei den Grünen ein und wurde kurz darauf Vorstandsmitglied der Grünen Jugend in Nordrhein-Westfalen. Mit nur 24 Jahren zog sie als jüngste Abgeordnete in den Landtag ein und vertrat dort den Wahlkreis Ennepe-Ruhr-Kreis II. Ihr Aufstieg setzte sich fort, als sie die Fraktionsvorsitzende der Grünen übernahm – ein Amt, das sie rund sechs Jahre lang innehatte.

Im Laufe ihrer Karriere setzte sich Schäffer besonders für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gegen Diskriminierung und für die Rechte von Frauen ein. Kollegen loben ihre politische Erfahrung, ihr moralisches Urteilsvermögen und ihre Entschlossenheit – Eigenschaften, die maßgeblich zum Erfolg der nordrhein-westfälischen Koalitionsregierung beigetragen haben. Ministerpräsident Hendrik Wüst hob ihre Schlüsselrolle dabei besonders hervor.

Einer ihrer bemerkenswerten Erfolge war die Durchsetzung eines "Kinderzimmers" im Landtag, das ihr Engagement für eine familienfreundliche Politik unterstreicht. Als Mutter von zwei Kindern spricht sie immer wieder offen über die Herausforderungen, Familie und eine anspruchsvolle politische Laufbahn unter einen Hut zu bringen.

Ihre Ernennung folgt auf den Rücktritt von Josefine Paul, der nach Kritik an anhaltenden Kommunikationspannen im Ministerium erfolgte. Schäffer übernimmt nun ein breites Aufgabenspektrum, das von Kinder- und Jugendhilfe über Gleichstellungspolitik bis hin zur Integration von Geflüchteten reicht.

Mit ihrer Vereidigung trägt Schäffer künftig die Verantwortung für zentrale Sozialpolitiken in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland. Ihre langjährige Einsatz für Familien, Gleichberechtigung und Antidiskriminierung wird voraussichtlich ihre Amtsführung prägen. Der Wechsel markiert einen Neuanfang für das Ministerium, das unter der vorherigen Führung mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte.