08 March 2026, 20:11

VAR-Chaos in der 2. Liga: Fans stürmen Platz und knipsen Monitor aus

Ein großes Stadion voller Zuschauer, die ein Fußballspiel sehen, mit Spielern und verschiedenen Gegenständen auf dem Feld, beleuchteten Tafeln, Geländern, Bildschirmen und Deckenlampen.

VAR-Chaos in der 2. Liga: Fans stürmen Platz und knipsen Monitor aus

Zweitligaspiel durch VAR-Störung unterbrochen – Fans stürmen Platz und schalten Monitor ab

Ein Spiel der 2. Bundesliga wurde unterbrochen, als zwei Fans das Spielfeld stürmten und den VAR-Monitor außer Betrieb setzten. Aufgrund des Vorfalls mussten die Schiedsrichter auf ein Backup-System in Köln zurückgreifen, um eine entscheidende Spielszene zu klären. Anhänger protestierten später mit einem Transparent gegen die Technologie.

Der Zwischenfall ereignete sich während eines Ligaspiels mit Beteiligung des SC Preußen Münster. Zwei Personen rannten auf den Platz, zogen den Stecker des VAR-Bildschirbs am Spielfeldrand und sorgten so für einen Ausfall des Geräts. Schiedsrichter Felix Bickel war daraufhin gezwungen, den VAR-Truck in Köln zu kontaktieren, um eine Elfmeterentscheidung zu überprüfen – die schließlich Hertha BSC zugesprochen wurde.

Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Vorfall geplant war. Kurz nach der Aktion tauchte im Heimblock ein passendes Banner auf. Münster-Fans zeigten zudem ein weiteres Protesttransparent mit der Aufschrift "VAR abstecken".

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Der Verein verurteilte die Vorgehensweise umgehend und kündigte an, die Verantwortlichen zu ermitteln. Gleichzeitig wurden Sofortmaßnahmen ergriffen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Unterdessen geht der DFB bereits seit einiger Zeit gegen Fehlverhalten von Fans vor. Der 1. FC Köln wurde kürzlich mit einer Strafe von 186.600 Euro wegen Pyrotechnik-Einsätzen und Angriffen auf Polizisten belegt, bei denen 70 Beamte verletzt wurden. Ein Teil der Strafe – bis zu 62.200 Euro – darf in verbesserte Sicherheitsvorkehrungen oder Gewaltprävention fließen. Zudem veranstalteten DFB und DFL im Februar eine Konferenz mit knapp 300 Teilnehmern aus den oberen Ligen, um über Sicherheitsinnovationen zu diskutieren – darunter ein besserer Umgang mit Pyrotechnik und technische Aufrüstungen.

Die VAR-Störung führte zu verschärften Sicherheitsvorkehrungen im Stadion von Münster. Der Verein arbeitet mit den Behörden zusammen, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Unabhängig davon setzt der DFB seine Linie fort, Fan-Gewalt konsequent zu ahnden, während gleichzeitig Wege gesucht werden, Teile der Strafgelder in präventive Maßnahmen zu investieren.

Quelle