Vandalismus in der Breitachklamm: Warum Besucher die Eisformationen gefährden
Kirsten HentschelVandalismus in der Breitachklamm: Warum Besucher die Eisformationen gefährden
Breitachklamm: Naturschauspiel bei Oberstdorf in der Kritik nach Vandalismus an Eisförmationen
Die spektakuläre Breitachklamm, ein beeindruckendes Naturdenkmal in der Nähe von Oberstdorf, steht in der Kritik, nachdem Besucher die empfindlichen Eisformationen beschädigt haben. Ein aktueller Vorfall, bei dem zwei Kinder Eiszapfen abbrachen und damit nach den Eisformationen warfen, löste online eine Debatte aus. Die vor rund 10.000 Jahren durch Gletscher geformte Schlucht zieht jährlich etwa 300.000 Besucher an.
Die Klamm entstand durch den Rückzug des Breitachgletschers, der sich durch den Schrattenkalk-Felsen fraß und so eine 150 Meter tiefe Schlucht schuf. Heute verbinden Rundwanderwege und Höhenpfade die Umgebung von Breitach und Engenkopf und locken Touristen aus Oberstdorf-Tiefenbach sowie dem Kleinwalsertal an. Der Eintritt kostet für Erwachsene 9 Euro, für Kinder 2,50 Euro.
Ein Nutzer auf Reddit verglich das Verhalten der Kinder damit, sie in einem botanischen Garten Blumen zerstören zu lassen. Die Eltern sollen laut Berichten nicht eingeschritten sein. Dominik Fritz, der Betriebsleiter der Klamm, bezeichnete den Vorfall zwar als "nicht schön", betonte jedoch, dass er keine ernsthafte Gefahr für die Schlucht darstelle.
Das Personal überwacht die Anlage und greift ein, falls größere Schäden an den Eisformationen festgestellt werden. Trotz der Kritik relativierte Fritz die Auswirkungen und verwies darauf, dass solche Vorfälle angesichts der Hunderttausenden Besucher pro Jahr selten blieben.
Die Breitachklamm bleibt ein beliebtes Ausflugsziel mit strengen Kontrollen zum Schutz ihrer fragilen Strukturen. Auch wenn es vereinzelt zu Beschädigungen kommt, sorgt das Team weiterhin für den Erhalt des Naturjuwels. Besucher werden aufgefordert, die empfindliche Umgebung während ihres Besuchs zu respektieren.