15 May 2026, 12:24

Uwe Steimles umstrittenes Comeback als Kommissar Bemme in Volkspolizeiruf Tatort Ost

Plakat für das Ernst-Drucker-Theater in Hamburg, Deutschland, mit einer Gruppe von Menschen und dem Text "Hamburg im Jahre 2000".

Uwe Steimles umstrittenes Comeback als Kommissar Bemme in Volkspolizeiruf Tatort Ost

Neue Krimiserie Volkspolizeiruf Tatort Ost feiert Premiere auf ausgewählten Telegram-Kanälen

In der Hauptrolle kehrt Uwe Steimle als Kommissar Bemme auf die Bildschirme zurück – sein Comeback im Krimi-Genre nach 15 Jahren Pause bei Polizeiruf 110. Doch hinter den Kulissen gibt es bereits Spannungen zwischen dem Schauspieler und dem Drehbuchautor, die sich um die kreative Kontrolle des Projekts drehen.

Hinter der Produktion steht der Executive Producer Holger Friedrich, der einen ostdeutschen Streaming-Dienst nach Netflix-Vorbild aufbauen will. Doch Streitigkeiten über Inhalte und Verbindungen zu rechtsextremen Investoren haben die Kontroversen um die Serie weiter angeheizt.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Kommissar Bemme, der Verbrechen gegen das ostdeutsche Volk aufklärt. Die Pilotfolge mit dem Titel Mord unter der Windkraftanlage umfasst ungewöhnliche 11.000 Seiten. Eine Schlüsselfigur ist ein allwissender Oktopus mit Winzermütze, der der Krimihandlung eine surreale Note verleiht.

Die Handlungstränge machen westliche Migranten für Straftaten wie Zwangsimpfungen und sogenannte „Gender-Verbrechen“ verantwortlich. Steimle, bekannt für seine ostdeutsche Kabarett-Vergangenheit, betont, die Region zu verstehen – sogar „bis hinauf nach Moskau“. Er wirft den Mainstream-Medien vor, ihn zum Schweigen zu bringen, und schürt damit weitere Debatten.

Bei einer jüngsten Presseveranstaltung geriet Steimle mit dem Drehbuchautor über Drehbuchänderungen aneinander. Während der Schauspieler Überarbeitungen forderte, warf ihm der Autor Zensur vor. Die Folgen des Streits könnten noch in lokalen Medien wie der Pieschener Gazette oder in Uwe Tellkamps nächstem Roman auftauchen.

Friedrichs Streaming-Pläne stoßen indes auf Hindernisse. Seine rechtsextremen „Reichsbürger“-Partner und russlandnahe Investoren streiten über die digitale Ausrichtung der Plattform. Die Zukunft des Projekts bleibt ungewiss – zumal der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), der öffentliche Rundfunkanstalt für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, aufgrund von Budgetkürzungen für drei Jahre keine neuen Tatort- und Polizeiruf-Folgen produzieren wird.

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Die Serie startet zwar auf Telegram, doch die Produktion ist bereits von Konflikten überschattet. Steimles Rückkehr ins Krimi-Fach kommt mit kreativen Zerwürfnissen und politischer Brisanz. Ob der Streaming-Dienst Realität wird, hängt davon ab, ob die internen Gräben überwunden und stabile Finanzierung gesichert werden können.

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