19 February 2026, 02:19

USA-Experte Elmar Theveßen analysiert Trumps Folgen für Europa in Viersen

Eine Karte der US-Zone in Deutschland während des Zweiten Weltkriegs, mit Städten, Dörfern und geografischen Merkmalen in fetter Schrift und primarily in Blautönen und Grüntönen dargestellt, mit gelben und roten Akzenten.

USA-Experte Elmar Theveßen analysiert Trumps Folgen für Europa in Viersen

Bekannter deutscher Journalist und USA-Experte hält Vortrag in seiner Heimatstadt Viersen

Im kommenden Monat wird der renommierte deutsche Journalist und USA-Kenner Elmar Theveßen in seiner Geburtsstadt Viersen einen Vortrag halten. Theveßen, der derzeit das ZDF-Büro für Nord- und Mittelamerika in Washington, D.C., leitet, wird über die Herausforderungen sprechen, die sich aus der US-Politik unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump ergeben. Die vom Wirtschaftsförderungsamt der Stadt organisierte Veranstaltung umfasst neben dem Vortrag auch eine Diskussion und einen Netzwerkempfang.

Unter dem Titel "Die Trump-Herausforderung: Folgen für Deutschland und Europa" wird Theveßen analysieren, wie politische Verschiebungen in den USA die transatlantischen Beziehungen und den Welthandel beeinflusst haben. Eine Anmeldung ist noch bis zum 6. März per E-Mail unter [email protected] möglich.

Der in Viersen geborene Theveßen studierte Politikwissenschaft und Geschichte, bevor er zu einer der führenden Stimmen in Sachen US-Politik wurde. In seinem Vortrag wird er sich insbesondere mit den Risiken für die NATO befassen, die aus der Monroe-Doktrin resultieren – einem langjährigen Grundprinzip der amerikanischen Außenpolitik. Zudem wird er den aktuellen Zustand der US-Demokratie und deren Auswirkungen auf Europa beleuchten.

Seit 2017 hat die US-Handelspolitik unter Trump protektionistische Zölle und unberechenbare Maßnahmen eingeführt, was die Beziehungen zur EU belastet. Deutsche Unternehmen, vor allem der Mittelstand, haben darauf reagiert, indem sie ihre Investitionen in den USA zurückfuhren – nur noch 9 % zeigen Vertrauen in den dortigen Markt. Die EU wiederum hat Initiativen wie die "Made with Europe"-Strategie ins Leben gerufen, die 2026 starten soll, um die wirtschaftliche Eigenständigkeit angesichts der Handelskonflikte zwischen den USA und China zu stärken.

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Theveßen wird zudem auf die geopolitischen Folgen eingehen, darunter Trumps umstrittenen Versuch, Grönland zu kaufen, sowie die Bemühungen der EU, sich gegen den Druck sowohl der USA als auch Chinas widerstandsfähiger aufzustellen. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock warnte bereits, dass eine "America First"-Politik die US-Wirtschaft isolieren könnte, was die EU dazu veranlasst, ihre Partnerschaften zu diversifizieren – etwa durch eine Vertiefung der Handelsbeziehungen mit Vietnam, nachdem die USA dessen Exporte mit Zöllen belegt hatten.

Ziel der Veranstaltung ist es, aufzuzeigen, wie Europa auf diese globalen Verschiebungen reagieren kann. Im Anschluss an den Vortrag haben die Teilnehmer die Möglichkeit, an einem Netzwerkempfang teilzunehmen und die Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft zu diskutieren.

Der Vortrag bietet Einblicke darin, wie die US-Politik weiterhin die transatlantischen Beziehungen und den Welthandel prägt. Die Zuhörer werden ein klareres Verständnis dafür mitnehmen, welche strategischen Optionen Europa in einer Zeit sich wandelnder Allianzen und wirtschaftlicher Unsicherheiten hat. Weitere Informationen zur Anmeldung sind über das Wirtschaftsförderungsamt der Stadt erhältlich.