Uniper setzt auf Wasserstoff und verkauft Kohlekraftwerk – was steckt dahinter?
Mark BolnbachUniper setzt auf Wasserstoff und verkauft Kohlekraftwerk – was steckt dahinter?
Uniper SE, ein schwergewichtiger Akteur im Energiesektor, hat kürzlich strategische Weichenstellungen in seinem Geschäftsbetrieb vorgenommen. Das Unternehmen, das in den Bereichen Stromerzeugung, Handel und Infrastruktur tätig ist, passt weiterhin sein Portfolio an und behält dabei eine breite internationale Präsenz bei. Analysten empfehlen derzeit, die Aktie zu halten, mit einem Kursziel von etwa X Euro auf Sicht von zwölf Monaten.
Uniper ist in drei Hauptgeschäftsbereichen aktiv: europäische Stromerzeugung, globaler Rohstoffhandel sowie Stromerzeugung in Russland. Zu seinen Anlagen zählen Kraftwerke auf Basis fossiler Brennstoffe, Wasserkraft, Kernenergie, Biomasse, Solar- und Windenergie. Neben der Stromproduktion engagiert sich das Unternehmen im Energiehandel, in der Gasspeicherung und in der Brennstoffbeschaffung für Kraftwerke.
Darüber hinaus bietet Uniper Fernwärmeversorgung, Online-Gasdienste an und handelt mit Rohstoffen wie Strom, Erdgas, Flüssigerdgas (LNG), Kohle sowie mit Frachtlösungen. Zu seinen Aktionären zählen große Investmentgesellschaften wie BlackRock und The Vanguard Group.
Am 27. Mai 2025 stieg Uniper durch eine Partnerschaft mit ThyssenKrupp in den Wasserstoffmarkt ein. Am 22. September 2025 vollendete das Unternehmen den Verkauf seines Steinkohlekraftwerks Datteln 4 an die ResInvest Group a.s.. Uniper bleibt in Deutschland, Großbritannien, Russland sowie auf weiteren europäischen und internationalen Märkten aktiv.
Die jüngsten Transaktionen von Uniper spiegeln seine sich wandelnde Strategie im Rahmen der Energiewende wider. Der Verkauf des Kraftwerks Datteln 4 und die Kooperation im Wasserstoffbereich deuten auf eine Neuausrichtung hin, die stärker auf zukunftsweisende Energielösungen setzt. Gleichzeitig bleiben Analysten bei der Aktie zurückhaltend und raten Anlegern vorerst zum Halten.






