Ulmer Narren stürmen das Rathaus – und die Behörden geben nach
Kirsten HentschelUlmer Narren stürmen das Rathaus – und die Behörden geben nach
Ulms Fasnachtsfeiern nahmen diese Woche eine verspielte Wendung, als die Stadtnarren das Rathaus stürmten. In einer langjährigen Fasnachtstradition übernahmen die Jecken für kurze Zeit die Macht im Gebäude – ganz zum Verdruss der lokalen Behörden. Auch Oberbürgermeister Martin Ansbacher und Neu-Ulms Bürgermeisterin Katrin Albsteiger machten bei dem Spektakel mit, bevor sie symbolisch die Schlüssel übergaben.
Als "Super Martin" und Prinzessin Peach verkleidet, leisteten Ansbacher und Albsteiger mit humorvollen Mitteln Widerstand: Sie traten in Limbo-Wettkämpfen an, bauten menschliche Pyramiden und mussten sich kniffligen Fragen der Narren stellen. Trotz ihres Einsatzes gaben die beiden Amtsträger das Rathaus schließlich gutgelaunt auf.
Die Stadtverwaltung erkannte die "Machtübernahme" als Teil der "fünften Jahreszeit" an. Bis zum Faschingsdienstag bleibt das Rathaus nun in der Hand der Jecken. Zwar gibt es keine Aufzeichnungen, wie oft dies in vergangenen Jahren geschah – doch das Ereignis bleibt ein fester und beliebter Bestandteil der Ulmer Fasnacht.
Die symbolische Schlüsselübergabe markiert ein weiteres Jahr voller Fasnachtsfreuden in Ulm. Mehrere Tage lang regieren nun die Narren das Rathaus und führen eine Tradition fort, die Humor und lokale Kultur vereint. Sowohl Behörden als auch Bürger:innen feiern die spielerische Unterbrechung des Alltags als Teil der Festlichkeiten.