24 May 2026, 02:11

Traditionsbetrieb Fasana vor dem Aus: Insolvenz nach gescheiterter Übernahme und Cyberangriff

Tissuehersteller in Euskirchen kämpft ums Überleben

Traditionsbetrieb Fasana vor dem Aus: Insolvenz nach gescheiterter Übernahme und Cyberangriff

Fasana, traditioneller Tissue-Hersteller aus Euskirchen, kämpft seit vier Monaten gegen die Insolvenz

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Der langjährige Hygienepapierproduzent Fasana aus Euskirchen steckt seit vier Monaten in der Insolvenz. Das Unternehmen hatte Anfang Juni einen Antrag auf Schutzschirmverfahren gestellt, nachdem ein Cyberangriff die ohnehin angespannte finanzielle Lage weiter verschärft hatte. Nun steht die Zukunft des Betriebs auf der Kippe, da eine mögliche Übernahme gescheitert ist.

Die Probleme von Fasana begannen jedoch lange vor dem Hackerangriff. Steigende Energiekosten und ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld hatten die Finanzen des Unternehmens bereits stark belastet. Als die Cyberkriminellen im Juni zuschlugen, blieb Fasana keine andere Wahl, als Insolvenz anzumelden.

Zwei große internationale Firmen hatten zunächst Interesse an einer Übernahme gezeigt. Die Verhandlungen scheiterten jedoch, weil der Grundstückseigentümer einen Preis verlangte, der das Dreifache des geschätzten Werts des Geländes betrug. Da Fasana die Immobilie nicht selbst besitzt, platzte der Deal – und dem Unternehmen blieb die Rettung verwehrt.

Nun arbeitet Geschäftsführer Karsten Beisert mit der Stadt Euskirchen an einer alternativen Lösung. Ohne eine Einigung droht dem über 100 Jahre alten Familienbetrieb die endgültige Schließung. Die Mitarbeiter, deren Zukunft ungewiss ist, werden am folgenden Tag zu einer Betriebsversammlung zusammenkommen, um über die Perspektiven des Unternehmens informiert zu werden.

Falls keine Einigung mit dem Grundstückseigentümer zustande kommt, wird Fasana nach mehr als einem Jahrhundert Betriebsgeschichte seine Tore für immer schließen müssen. Die gescheiterte Übernahme und die anhaltende finanzielle Belastung lassen die Belegschaft ohne klare Antworten zurück. Das Ergebnis der anstehenden Versammlung könnte entscheiden, ob das Unternehmen überlebt – oder endgültig verschwindet.

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