23 January 2026, 22:24

Thyssenkrupp plant Teilverkauf seiner Wälzlager-Tochter Rothe Erde für Milliarden

Ein altes deutsches Aktienzertifikat mit schwarzem Rand und der Inschrift "Aktie über Einhundert Reichmark"

Thyssenkrupp plant Teilverkauf seiner Wälzlager-Tochter Rothe Erde für Milliarden

Thyssenkrupp prüft Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an Rothe Erde

Der Industriekonzern Thyssenkrupp erwägt den Verkauf eines Minderheitsanteils an seiner profitablen Wälzlager-Sparte Rothe Erde. Medienberichten zufolge könnte das Unternehmen rund 30 Prozent der wertvollen Einheit veräußern, die auf etwa 1,5 Milliarden Euro geschätzt wird. Der Schritt würde frisches Kapital beschaffen, während die Kontrolle über das Kerngeschäft erhalten bliebe.

Der deutsche Industriekonzern bezeichnet Rothe Erde als eine der leistungsstärksten Einheiten in seinem Portfolio. Die Sparte ist auf Wälzlager spezialisiert und gilt seit Langem als wertvolles Asset. Ein teilweiser Verkauf würde Thyssenkrupp ermöglichen, Mittel freizusetzen, ohne die volle Eigentümerschaft aufzugeben.

Finanzkreise zufolge könnte die geplante Transaktion die Einheit mit rund 1,5 Milliarden Euro – umgerechnet etwa 1,8 Milliarden Dollar – bewerten. Das Unternehmen hat zwar keinen konkreten Käufer genannt, zeigt sich aber offen für Angebote. Sollte der Deal zustande kommen, könnte er zudem den Aktienkurs von Thyssenkrupp stützen, da Rothe Erde eine starke Marktposition innehat.

Thyssenkrupp erklärte, alle Vorschläge sorgfältig prüfen zu wollen. Die Entscheidung ist Teil einer umfassenderen Strategie, die Geschäftsstruktur zu optimieren und gleichzeitig Einfluss auf hochwertige Betriebsbereiche zu behalten.

Ein erfolgreicher Beteiligungsverkauf würde dem Konzern neue Finanzmittel zuführen. Thyssenkrupp bliebe jedoch Mehrheitsaktionär von Rothe Erde und könnte weiterhin von dessen Ertragskraft profitieren. Die genauen Auswirkungen auf die finanzielle Lage des Unternehmens hängen von den endgültigen Konditionen und der Marktentwicklung ab.