03 February 2026, 08:15

Teilzeitboom in NRW: Jeder Dritte arbeitet kürzer – Männer holen auf

Eine Europakarte mit verschiedenen Farben, die den Geschlechtergleichheitsindex für die Arbeit im Jahr 2017 darstellen, begleitet von erklärendem Text auf der linken Seite.

Fast ein Drittel der Arbeitnehmer arbeitete 2025 Teilzeit - Teilzeitboom in NRW: Jeder Dritte arbeitet kürzer – Männer holen auf

Teilzeitarbeit erreicht Rekordhoch in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die Teilzeitarbeit einen neuen Höchststand erreicht. Bis Juni 2025 arbeitete fast jeder dritte Beschäftigte in reduzierter Stundenzahl. Der Trend zeigt einen deutlichen Anstieg – besonders bei Männern –, wobei es innerhalb des Landes erhebliche regionale Unterschiede gibt.

Laut offiziellen Zahlen waren im vergangenen Monat 30,4 % aller Erwerbstätigen in NRW in Teilzeit beschäftigt. Dies entspricht einem kontinuierlichen Anstieg seit 2015, als deutlich weniger Männer ihre Arbeitszeit reduzierten. Heute hat sich die Zahl der Männer in Teilzeit um über 63 % erhöht.

Die geschlechtsspezifischen Unterschiede bleiben jedoch beträchtlich: Mittlerweile arbeitet jede zweite berufstätige Frau in Teilzeit, während es bei den Männern nur jeder Siebte ist. Dennoch markiert der generelle Anstieg der männlichen Teilzeitbeschäftigung einen bemerkenswerten Wandel.

Auch regional zeigen sich deutliche Abweichungen. Sonsbeck im Kreis Wesel verzeichnete mit über 51 % die höchste Teilzeitquote. Demgegenüber wiesen Rheda-Wiedenbrück (15,6 %) und Verl (15,8 %) die niedrigsten Werte im Land auf.

Stand 30. Juni 2025 waren in NRW rund 7,3 Millionen Menschen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Die Daten unterstreichen, wie flexible Arbeitsmodelle den Arbeitsmarkt des Landes prägen.

Die aktuellen Zahlen bestätigen, dass Teilzeitarbeit ein prägendes Merkmal der Beschäftigungslandschaft in NRW ist. Angesichts regionaler Disparitäten und einer wachsenden Zahl von Männern, die ihre Arbeitszeit reduzieren, spiegelt der Trend breitere Veränderungen in der Work-Life-Balance wider. Der Arbeitsmarkt des Landes passt sich weiterhin diesen dynamischen Entwicklungen an.