Tarifliche Ausbildungsvergütungen steigen 2025 auf Rekordniveau – doch nicht alle profitieren
Mark Bolnbach"Zweiter Rekordanstieg in Folge": Ausbildungslöhne steigen deutlich - Tarifliche Ausbildungsvergütungen steigen 2025 auf Rekordniveau – doch nicht alle profitieren
Die Ausbildungsvergütungen nach Tarifverträgen sind 2025 gestiegen – die durchschnittliche monatliche Bezahlung erreichte 1.209 Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch erhalten Azubis in einigen Branchen weiterhin weniger als 1.000 Euro im Monat, trotz des allgemeinen Wachstums.
Der öffentliche Dienst verzeichnete das stärkste Lohnplus und zahlt Auszubildenden nun durchschnittlich 1.329 Euro monatlich – ein Zuwachs von 7,7 Prozent. Damit liegt dieser Bereich an der Spitze und übertrifft andere Wirtschaftszweige. Industrie und Handel folgten mit einem Anstieg von 7,2 Prozent, wodurch sich die durchschnittliche Vergütung auf 1.266 Euro erhöhte.
In haushaltsnahen Dienstleistungen verdienen Azubis mit 1.295 Euro etwas weniger, während Auszubildende im Handwerk auf 1.093 Euro kommen – einer der niedrigeren Durchschnittswerte. Trotz des allgemeinen Aufwärtstrends liegen fünfzehn Ausbildungsberufe weiterhin unter der 1.000-Euro-Marke.
Regionale Unterschiede fallen gering aus: Die Gehälter variieren deutschlandweit nur um etwa 40 Euro. Baden-Württemberg sticht als Spitzenreiter hervor, wo Auszubildende im Schnitt 1.257 Euro monatlich erhalten.
Die Zahlen für 2025 zeigen einen deutlichen Anstieg der Ausbildungsvergütungen, insbesondere im öffentlichen Dienst und in der Industrie. Zwar gab es in den meisten Bereichen Verbesserungen, doch einige Berufe zahlen weiterhin unterdurchschnittlich. Die Daten verdeutlichen sowohl Fortschritte als auch anhaltende Lohnunterschiede zwischen den verschiedenen Branchen.