"Tante M" bringt ersten personalfreien Supermarkt nach Frömern und schließt Versorgungslücke
Mark Bolnbach"Tante M" bringt ersten personalfreien Supermarkt nach Frömern und schließt Versorgungslücke
Unbemannter Supermarkt "Tante M" eröffnet in Frömern – Lösung für die Versorgungslücke im ländlichen Raum
In Frömern, einem kleinen Ortsteil von Fröndenberg, hat ein neuer, komplett personalfreier Supermarkt seine Türen geöffnet und bietet den Anwohnern eine Antwort auf die begrenzten Einkaufsmöglichkeiten vor Ort. Unter dem Namen "Tante M" führt der Laden rund 1.200 Produkte – von frischem Gemüse bis hin zu Backwaren – ganz ohne Mitarbeiter. Betrieben wird die Filiale von der Franchisenehmerin Anna Kirksov, die in ländlichen Regionen einen dringenden Bedarf an besserer Grundversorgung erkannte.
Die Fröndenberger Dependance startete am 20. März 2026 und reiht sich damit in ein wachsendes Netz von "Tante M"-Standorten ein. Mindestens fünf weitere Filialen sind in ganz Deutschland geplant, darunter in Lalling (Bayern, März 2026), Wunsiedel (97 Kilometer von Lalling entfernt), Oybin (2. April 2026), Wertheim (Juni 2026) und Marxzell (13. März 2026). Besonders abgelegen ist dabei Lalling, das im niederbayerischen Landkreis Deggendorf liegt.
Der Laden hat täglich von 5 bis 23 Uhr geöffnet und setzt auf ein kartengestütztes Zugangssystem: Kunden scannen ihre Karte an der Tür, shoppen eigenständig und bezahlen ohne Personal. Dieses Modell kommt den Bewohnern Frömerns entgegen, die seit der Schließung ihrer letzten Bäckerei und angesichts schlechter ÖPNV-Anbindungen mit Versorgungsengpässen kämpfen.
Das Konzept "Tante M" ist in Nordrhein-Westfalen noch selten – bisher gibt es in der Region nur zwei weitere Standorte. Parallel testet auch die Genossenschaftskette Enso ein ähnliches, personalfreies Modell und plant eine Filiale in Unna-Hemmerde.
Für die Frömerner bedeutet der neue Supermarkt nun Zugang zu Alltagsprodukten, ohne auf entferntere Geschäfte angewiesen zu sein. Mit langen Öffnungszeiten und dem Selbstbedienungssystem soll er die Lücke schließen, die klassische Händler hinterlassen haben. Die geplante Expansion in ganz Deutschland deutet auf eine wachsende Nachfrage nach solchen Lösungen in unterversorgten Gebieten hin.






