Tag der offenen Moscheen: Güterslohs Türken-Verein lädt zum Dialog ein
Kirsten HentschelTag der offenen Moscheen: Güterslohs Türken-Verein lädt zum Dialog ein
Moscheen in ganz Deutschland öffneten am Tag der Deutschen Einheit ihre Türen
Im Rahmen des jährlichen Tags der offenen Moscheen luden islamische Gemeinden bundesweit Besucher ein. In Gütersloh öffnete der örtliche Türkisch-Islamische Kulturverein seine Pforten und bot Führungen, Gebete sowie Informationsveranstaltungen über den Islam an. Die Aktion zog nicht nur gläubige Muslime, sondern auch neugierige Gäste an, die mehr über die Gemeinschaft erfahren wollten.
Die Gütersloher Moschee dient seit ihrer Gründung im Jahr 1987 der lokalen muslimischen Gemeinde. Drei Jahre später, 1990, erwarb sie ihr heutiges Gelände. Mittlerweile besuchen an stark frequentierten Tagen über 200 Gläubige die Einrichtung. Die Verantwortlichen vermeiden jedoch politische Diskussionen – auch Debatten über Ditib, den Dachverband vieler türkischer Moscheen in Deutschland, bleiben aus.
Beim diesjährigen Tag der offenen Moschee füllte sich der Gebetssaal zum Mittagsgebet, wobei Männer und Frauen wie üblich getrennt beteten. Besucher wie Freya Knight und ihre Großmutter nutzten die Gelegenheit, um an Führungen und PowerPoint-Präsentationen über islamische Glaubenslehren teilzunehmen. Frank Mertens, Integrationsbeauftragter der Stadt Gütersloh, betonte die langjährige Offenheit der Moschee für Menschen aller Herkunft.
Nächstes Jahr findet die Veranstaltung an einem Freitag statt und fällt damit mit dem wöchentlichen Freitagsgebet zusammen. Die Organisatoren erwarten erneut regen Zuspruch – eine Mischung aus religiöser Praxis und öffentlichem Austausch.
Der Tag der offenen Moschee bot Einheimischen die Möglichkeit, islamische Bräuche hautnah zu erleben. Mit geführten Rundgängen, Gebeten und Bildungsangeboten festigte die Gütersloher Moschee ihre Rolle als willkommener Ort für Gläubige und Interessierte gleichermaßen. Der Erfolg der Aktion spiegelt die anhaltenden Bemühungen der Gemeinde wider, Dialog und Verständigung zu fördern.






