15 December 2025, 10:27

Streit um historischen Grenzstein: Lippe oder Bielefeld – wer behält das preußische Erbe?

Ein Stein mit Text in Vordergrund, möglicherweise eine Statue oben, mit trockenen Zweigen, Erde und Pflanzen rechts und einer Straße im Hintergrund.

Streit um historischen Grenzstein: Lippe oder Bielefeld – wer behält das preußische Erbe?

Historischer Grenzstein zwischen Lippe und Bielefeld Thema im Landtag

Ankündigung: Wo soll der alte Grenzstein zwischen Lippe und Preußen stehen? Darüber wird bald im nordrhein-westfälischen Landtag diskutiert.

Veröffentlichungsdatum: 15. Dezember 2025, 06:05 Uhr MEZ

Ein historischer Grenzstein aus dem Jahr 1765 ist zum Zankapfel zwischen Lippe und Bielefeld geworden. Ursprünglich markierte er die Grenze zwischen der Fürstentum Lippe und Preußen, doch nach einer Versetzung wegen Straßenbauarbeiten steht er nun im Bielefelder Stadtteil Ubbedissen. Anwohner aus Asemissen, einem Ortsteil von Leopoldshöhe in Lippe, fordern nun seine Rückführung an den ursprünglichen Standort.

Der Stein wurde 1765 erstmals gesetzt, um die Grenze zwischen Lippe und Preußen festzulegen. Im Laufe der Zeit führte der Straßenbau zu seiner Verlegung, sodass er schließlich im Bielefelder Stadtteil Ubbedissen landete. Die Stadt Bielefeld erklärte, grundsätzlich keine Einwände gegen eine Rückgabe des Steins zu haben – doch rechtliche Hürden stehen noch im Weg.

Die Entscheidung über das weitere Schicksal des Grenzsteins hängt vom Ergebnis der Prüfung durch den Petitionsausschuss Anfang 2026 ab. Bei einer Zustimmung würden anschließend Fragen der Finanzierung und Logistik geklärt. Bis dahin bleibt der Grenzstein von 1765 in Ubbedissen – seine Zukunft ist noch ungewiss.