Stichwahlen im Rhein-Kreis Neuss bringen klare Machtwechsel und Rekordbeteiligung
Mark BolnbachStichwahlen im Rhein-Kreis Neuss bringen klare Machtwechsel und Rekordbeteiligung
Die jüngsten Kommunalstichwahlen im Rhein-Kreis Neuss haben in mehreren Schlüsselpositionen neue Führungskräfte hervorgebracht. Die Wählerbeteiligung lag höher als 2020 und prägt damit die Zukunft der lokalen Politik im gesamten Kreis.
Die Ergebnisse brachten klare Siege für Kandidaten von SPD und CDU in eng umkämpften Rennen. In Dormagen setzte sich Erik Lierenfeld (SPD) im Stichwahlkampf um das Bürgermeisteramt deutlich durch. Er erhielt 64,6 % der Stimmen und besiegte damit die CDU-Herausforderin Anissa Saysay, die auf 35,4 % kam.
Auch in Jüchen wurde nach einem spannenden Wahlkampf ein neuer Bürgermeister gewählt. Der unabhängige Kandidat Philipp Sieben, unterstützt von der SPD, gewann mit 57,79 % der Stimmen. Amtsinhaber Harald Zillikens (CDU) erreichte 42,21 %.
Besondere Aufmerksamkeit zog die Wahl zur Landrätin auf sich. Katharina Reinhold (CDU) setzte sich mit 62,76 % der Stimmen gegen den SPD-Kandidaten Hakan Temel durch, der auf 37,24 % kam. Der aktuelle Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der seit 2009 im Amt ist, wird am 31. Oktober 2025 zurücktreten.
Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zu 2020. Insgesamt lag sie bei der Kommunalwahl bei 57,41 %. Bei der Stichwahl zum Kreistag beteiligten sich 34,17 % der Wahlberechtigten – eine Steigerung gegenüber dem letzten Wahlzyklus.
Die Stichwahlen ebnen den Weg für einen Führungswechsel im Rhein-Kreis Neuss. In Dormagen und Jüchen übernehmen neue Bürgermeister das Amt, während sich Katharina Reinhold auf ihre Rolle als Landrätin vorbereitet. Die höhere Wahlbeteiligung spiegelt das wachsende öffentliche Interesse an der kommunalen Politik wider.






