Stichwahl in Solingen: Warum Tausende ihre Stimme nicht abgaben
Stichwahl in Solingen: Briefwahlbeteiligung deutlich niedriger als in der Hauptwahl
Die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen verzeichnete eine geringere Wahlbeteiligung als die Hauptwahl Anfang dieses Monats. Wie die Behörden mitteilten, wurden nur 73,3 Prozent der Briefwahlunterlagen zurückgesandt – ein Rückgang gegenüber der vorherigen Runde. Als Gründe für den Rückgang gelten enge Postfristen und eine gewisse Wählermüdigkeit.
Bei der Hauptwahl am 14. September hatte die Stadt 25.586 Briefwahlunterlagen verschickt, von denen 88,9 Prozent zurückkamen. Diesmal wurden jedoch nur 17.763 der ausgegebenen Stimmzettel abgegeben, sodass 6.466 wahlberechtigte Bürger:innen keine Stimme abgeben konnten. Das Wahlamt hatte die Unterstützung ausgeweitet und Ersatzdokumente bis zum Mittag des 27. September für diejenigen angeboten, die noch auf ihre Unterlagen warteten.
Die Stadt hatte die Wähler:innen wiederholt über Fristen, Abläufe und mögliche Risiken informiert. Trotz dieser Bemühungen gab etwa ein Viertel der Antragstellenden ihre Stimme nicht ab. Historisch gesehen gehen etwa 11 Prozent der Briefwahlunterlagen nicht bei den Behörden ein, doch bei dieser Stichwahl war der Rückgang deutlicher ausgeprägt.
Auch in Nachbarstädten wie Wuppertal und Remscheid lagen die Rücklaufquoten auf ähnlichem Niveau. Stichwahlen ziehen generell weniger Wähler:innen an, und die verkürzte Bearbeitungszeit für die Briefwahl verschärfte die Herausforderung in diesem Jahr zusätzlich.
Die endgültige Wahlbeteiligung spiegelt sowohl das kürzere Zeitfenster für die Stimmabgabe als auch die typischen Trends bei Stichwahlen wider. Mit einer Rücklaufquote von 73,3 Prozent der Briefwahlstimmen konnte die Wahl zwar stattfinden, doch Tausende Wahlberechtigte nahmen nicht teil. Die Stadt setzte ihre Informations- und Hilfsangebote für die Wähler:innen bis kurz vor Ablauf der Frist fort.






