14 June 2026, 12:10

SPD-Spitzenkandidat Ott warnt vor Spaltung durch Eliten und AfD in NRW

Das ist fast Klassenkampf

SPD-Spitzenkandidat Ott warnt vor Spaltung durch Eliten und AfD in NRW

Jochen Ott, Spitzenkandidat der SPD in Nordrhein-Westfalen, warnt vor einer wachsenden Spaltung, die von wohlhabenden Eliten und der rechtsextremen AfD vorangetrieben wird. Die Umfragewerte der Partei in der Region sind drastisch auf nur noch 14 bis 18 Prozent gesunken. Ott, ein ehemaliger Lehrer und aktueller Fraktionsvorsitzender, setzt sich dafür ein, den Ruf der SPD als Partei der Arbeiterklasse zurückzugewinnen.

Ott übt scharfe Kritik an neoliberaler Politik und bezeichnet Margaret Thatchers Aussage, es gebe „so etwas wie eine Gesellschaft nicht“, als gefährliche Lüge. Seiner Ansicht nach schüren rechtlibertäre Millionäre und Milliardäre gemeinsam mit der AfD einen „Klassenkampf von oben“. Sein Wahlkampf konzentriert sich darauf, durch Bildung die soziale Mobilität zu stärken und mit einer „Sozialwohnungs-Offensive“ den bezahlbaren Wohnraum auszubauen.

Die SPD hat zudem einen „Chancen-Fonds für Kinder“ vorgeschlagen, bei dem der Staat für jedes neugeborene Kind 5.000 Euro anlegen würde. Ziel ist es, allen Kindern einen gerechteren Start ins Leben zu ermöglichen. Trotz der aktuellen Schwäche in Landestrends verzeichnet die Partei lokale Erfolge – etwa die Wiederwahl von Marc Herter zum Oberbürgermeister von Hamm 2022 mit 63,6 Prozent der Stimmen.

Die CDU hingegen bleibt in Nordrhein-Westfalen mit stabil über 30 Prozent seit der Landtagswahl 2022 klar führend. Otts Kampagne will die SPD wieder als Stimme der Arbeitnehmer etablieren. Mit Vorschlägen wie dem Chancen-Fonds für Kinder will die Partei Ungleichheit bekämpfen und Perspektiven verbessern. Doch mit der dominierenden CDU steht die SPD vor einer schwierigen Aufgabe, um vor den anstehenden Wahlen wieder an Zuspruch zu gewinnen.

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