10 May 2026, 20:11

Solingens Kirchengebäude vor ungewisser Zukunft – SPD fordert gemeinsame Strategie

Altes Foto einer Kirche in einer Stadtstraße, gerahmt und von anderen Gebäuden umgeben.

Solingens Kirchengebäude vor ungewisser Zukunft – SPD fordert gemeinsame Strategie

Die Zukunft der Kirchengebäude in Solingen steht zur Debatte – mehrere stehen vor ungewisser Zukunft

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Die SPD-Fraktion im Stadtrat fordert eine abgestimmte Strategie, um die Räumlichkeiten neu zu nutzen. Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Lutherkirche in der Innenstadt stillgelegt werden soll – doch welche Funktion sie künftig übernehmen wird, ist noch offen.

Koordinierte Lösungen gefragt Ernst Lauterjung, der neu gewählte Fraktionsvorsitzende der SPD, hat einen umfassenden Plan für die Solinger Kirchengebäude angemahnt. Sein Argument: Ein gemeinsamer Prozess sei unerlässlich, um nachhaltige Nutzungskonzepte zu entwickeln. Die Fraktion will erste Vorschläge im zuständigen Ausschuss einbringen und direkt mit den Kirchen sprechen, um mögliche neue Aufgabenfelder auszuloten.

Die SPD betont, dass Kirchen in Solingen eine zentrale Rolle spielen – als soziale Treffpunkte und prägende Elemente des Stadtbilds. Gleichzeitig könne die Stadt aufgrund ihrer Haushaltslage weder die volle Finanzierung noch die organisatorische Verantwortung übernehmen. Stattdessen schlägt die Fraktion eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Gemeinden vor, um tragfähige Alternativen zu finden.

Von Wohnraum bis Kulturort: Ideen für die Nachnutzung Mögliche neue Verwendungen für stillgelegte Kirchen reichen von Wohnraum über Kultur- und Kunststätten bis hin zu Begegnungszentren. Doch nicht nur die Lutherkirche steht vor der Frage nach ihrer langfristigen Perspektive – auch andere Gotteshäuser in Solingen sehen sich mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. Die SPD unterstreicht, dass ein stadtweites Vorgehen nötig sei, um die Probleme wirksam anzugehen.

Stilllegung der Lutherkirche als Warnsignal Die geplante Schließung der Lutherkirche macht ein grundsätzliches Problem deutlich: Ohne städtische Mittel sind die Kirchen auf die Unterstützung politischer und administrativer Partner angewiesen, um ihre Gebäude umwidmen zu können. Mit ihrer Strategie will die SPD praktikable und zukunftsfähige Lösungen für diese wichtigen lokalen Wahrzeichen sichern.

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