Solingen-Ohligs ändert Baupläne nach Protesten gegen Sommer-Sperre der Langhansstraße
Kirsten HentschelSolingen-Ohligs ändert Baupläne nach Protesten gegen Sommer-Sperre der Langhansstraße
Großes Bauprojekt in Solingen-Ohligs nach Kritik an Sommer-Behinderungen überarbeitet
Die ursprünglichen Pläne, die Langhansstraße für mehrere Monate komplett zu sperren, stießen bei Anwohnern und Verantwortlichen auf massive Ablehnung. Nun soll ein überarbeiteter Zeitplan sicherstellen, dass wichtige Naherholungsziele in der warmen Jahreszeit zugänglich bleiben.
Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Modernisierung der Strom- und Wasserleitungen entlang der Langhansstraße, einer zentralen Verkehrsachse in Ohligs. Ursprünglich sollte die Straße während der Sommerferien für mindestens dreieinhalb Monate voll gesperrt werden. Lokale Gutachten warnten vor schweren Verkehrsproblemen und sogar einem möglichen Notstand in der Region.
Besonders betroffen wären die Ohligser Heide und das Heide-Freibad – beliebte Ausflugsziele, die vom WDR oft als "grüne Lunge Solingens" bezeichnet werden. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und Spritpreise sind die Menschen auf nahgelegene Erholungsmöglichkeiten angewiesen. Die geplante Vollsperre hätte den Zugang genau in der Hauptfreizeitzeit abgeschnitten.
Bürgermeister Daniel Flemm (CDU) hat nun eine grundlegende Neukonzeption des Projekts angeordnet. Der überarbeitete Plan verteilt die Bauarbeiten so, dass unnötige Beeinträchtigungen im Sommer vermieden werden. Bezirksbürgermeister Marc Westkämper lobte die Änderung als "kluge und bürgerfreundliche Entscheidung", die sicherstelle, dass die Menschen ihre Lieblingsorte ohne größere Einschränkungen genießen können.
Der neue Bauzeitplan sieht nun vor, die Arbeiten so zu steuern, dass es im Sommer zu möglichst wenig Behinderungen kommt. Der Zugang zur Ohligser Heide und zum Heide-Freibad soll weitgehend erhalten bleiben. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Änderungen einen Ausgleich zwischen den notwendigen Infrastrukturmaßnahmen und den Bedürfnissen von Anwohnern und Besuchern schaffen.






