21 December 2025, 04:24

Skate Park: 'Old Franken Forest' Beschwert sich, Stadt Kontert

Ein Mann fährt Skateboard auf einer vertikalen Wand mit einer Plattform unten, ein Haus, Grill, Pflanzen, Bäume, eine Backsteinwand und eine Säule im Hintergrund.

Skate Park: 'Old Franken Forest' Beschwert sich, Stadt Kontert

Skatepark in Bergisch Gladbach: Bürgerinitiative „Alt-Frankenforst“ klagt – Stadt widerspricht

Zusammenfassung Wie erwartet regt sich Widerstand gegen die geplante Sanierung des Skateparks an der Saaler Mühle. Die Bürgerinitiative „Alt-Frankenforst“ begründet ihre Klage mit einer Reihe von Kritikpunkten – die Stadtverwaltung hält dagegen.

Artikel Die geplante 1,2-Millionen-Euro-Sanierung eines Skateparks in Bergisch Gladbach hat rechtliche Schritte von Anwohnern ausgelöst. Das Vorhaben an der Saaler Mühle, einem geschützten Landschaftsbereich, stand kurz vor der finalen Genehmigung, als eine Klage eingereicht wurde. Die lokale Initiative „Alt-Frankenforst e.V.“, die als Hüterin des Umweltschutzes anerkannt ist, führt den Widerstand an.

Die Stadtverwaltung betont, dass die Pläne den Vorschriften entsprechen und sogar ökologische Verbesserungen vorsehen. Kritiker hingegen befürchten, dass der natürliche Charakter des Geländes zerstört wird.

Der Streit entzündete sich, nachdem die Stadt den Ausbau des Skateparks an der Saaler Mühle, einem beliebten Freizeitort, vorgeschlagen hatte. Erste Gespräche fanden im Mai 2023 statt, gefolgt von Debatten im AIUSO-Ausschuss über das 1,2-Millionen-Budget. Allerdings waren Teile der ursprünglichen Skate-Anlagen illegal errichtet worden – große Flächen des Schutzgebiets waren ohne Genehmigung versiegelt worden.

„Alt-Frankenforst e.V.“ hat zahlreiche Bedenken vorgebracht, insbesondere zur Umweltverträglichkeit des Projekts. Die Initiative argumentiert, dass die Sanierung die Integrität der Landschaft beeinträchtigen würde. Die Stadt entgegnet, dass das neue Design kein „massiver Betonklotz“ sei, sondern ein flexibles Multifunktionsfeld für alle Altersgruppen. Zudem sollen über 500 Quadratmeter entsiegelt und sechs neue Solitärbäume gepflanzt werden. Um Lichtverschmutzung zu vermeiden, schlägt die Verwaltung eine energieeffiziente LED-Beleuchtung vor, die zeitgesteuert, bewegungsaktiviert und so ausgerichtet ist, dass sie nicht in den angrenzenden Wald strahlt. Trotz dieser Maßnahmen bleibt der Widerstand der Anwohner bestehen – die Klage hat das Projekt nun vorläufig gestoppt.

Die Sanierung liegt auf Eis, während das Gerichtsverfahren läuft. Sollte die Genehmigung erteilt werden, würde der Skatepark moderne Beleuchtung, weniger versiegelte Flächen und neue Baumpflanzungen erhalten. Die Entscheidung wird zeigen, ob die Pläne der Stadt umgesetzt werden können oder weitere Anpassungen nötig sind, um ökologische Standards zu erfüllen.