08 June 2026, 02:08

Siegen plant riesiges Gewerbegebiet Martinshardt II für 1.100 neue Jobs

"Martinshardt II": Baurechte bis 2026 als Ziel

Siegen plant riesiges Gewerbegebiet Martinshardt II für 1.100 neue Jobs

Siegen treibt die Pläne für ein großes neues Gewerbegebiet mit dem Namen Martinshardt II voran. Das Projekt, das in der Nähe des bestehenden Gebiets Martinshardt I im Leimbachtal entstehen soll, zielt darauf ab, die wachsende Nachfrage nach Gewerbeflächen in der Region zu decken. Die Stadtverwaltung wird den Vorschlag am 25. September 2025 dem Stadtrat vorlegen; eine abschließende Anhörung ist für den 8. Oktober 2025 geplant.

Das neue Gewerbegebiet wird etwa die gleiche Größe wie Martinshardt I und das Obere Leimbachtal zusammen aufweisen. Es umfasst neun Bauplattformen unterschiedlicher Größe, die mit verstärkten Erdwällen konstruiert werden, um das verfügbare Gelände optimal zu nutzen. Nach Fertigstellung sollen dort rund 30 Unternehmen ansässig sein und etwa 1.100 Arbeitsplätze entstehen.

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Die Planung stieß auf mehrere Hindernisse, darunter Artenschutzbestimmungen, die Bewertung alter Bergbauaktivitäten sowie archäologische Untersuchungen. Der Stadtbaurat Henrik Schumann verwies während der Projektentwicklung auf diese Herausforderungen. Dennoch streben die Verantwortlichen an, bis 2026 die Baugenehmigungen zu erhalten, gefolgt von einer zweijährigen Phase für den Ausbau von Straßen, Versorgungsleitungen und weiterer Infrastruktur.

Bürgermeister Steffen Mues bezeichnete Martinshardt II als zentrales Element der Siegener Industriepolitik und verwies auf die starke Nachfrage seitens der Wirtschaft. Das Gebiet soll Nachhaltigkeitsstandards erfüllen – mit begrünten Dächern, energieeffizienten Heizsystemen und klimafreundlichen Baumethoden. Ziel ist es, innovative und mittelständische Unternehmen anzuziehen und gleichzeitig neue Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.

Der Entwurf wird Ende September dem Stadtrat vorgelegt; eine Entscheidung wird nach der Anhörung im Oktober erwartet. Bei einer Zustimmung könnten die Bauarbeiten bereits 2026 beginnen, mit ersten Unternehmensansiedlungen ab 2028. Das Projekt ist darauf ausgelegt, langfristiges Wirtschaftswachstum zu fördern und gleichzeitig ökologische Standards einzuhalten.

Quelle