31 May 2026, 08:10

"Schwarzbuch" enthüllt: 16 Fälle der Geldverschwendung in NRW

"Anstößig, merkwürdig": Schwarzes Buch der Steuerverschwendung

"Anstößig, merkwürdig": Schwarzes Buch der Steuerverschwendung - "Schwarzbuch" enthüllt: 16 Fälle der Geldverschwendung in NRW

Der Bund der Steuerzahler hat sein neuestes „Schwarzbuch“ veröffentlicht und darin 16 Fälle mutmaßlicher Verschwendung öffentlicher Gelder in Nordrhein-Westfalen aufgezeigt. Zu den Beispielen zählen kostspielige Überziehungen bei öffentlichen Projekten, fragwürdige Bauentscheidungen sowie bürokratische Ineffizienz, die die Steuerzahler Millionen kostet.

Eines der am stärksten kritisierten Vorhaben ist die Sanierung der Bonner Beethovenhalle. Ursprünglich mit geringeren Kosten veranschlagt, dauerte die Maßnahme sechs Jahre länger als geplant und verschlang am Ende das Fünffache des ursprünglichen Budgets.

In Monheim sorgt die „Mack-Pyramide“ für scharfe Kritik, nachdem sie ohne Ausschreibungsverfahren errichtet wurde. Der 50-Millionen-Euro-Auftrag wirft Fragen zur Transparenz und Haushaltsverantwortung auf. Zudem steht die Stadt in der Kritik, weil sie eine ehemalige Fassabfüllhalle zu einer Veranstaltungshalle umbaute – mit stetig steigenden Kosten, die beim Bund der Steuerzahler Alarm auslösen.

In Niederholtorf bei Bonn versperrt seit 40 Jahren ein Zaun eine Abkürzung, die Anwohnern einst direkten Zugang zu einem Fußballplatz und einem Spielplatz bot. Trotz langjähriger Beschwerden bleibt die Barriere bestehen.

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In Rheda-Wiedenbrück wurden im Rahmen eines Radwegprojekts zwei Ampeln im Abstand von nur 20 Metern aufgestellt. Der Bund der Steuerzahler hinterfragt die Notwendigkeit einer solchen engen Platzierung.

Die Sanierung des Gefängnisses JVA Remscheid hat bereits über 40 Millionen Euro verschlungen, doch die künftige Nutzung des Gebäudes ist weiterhin unklar. Unterdessen gab Köln über 800.000 Euro für die Renovierung des Thurner Hofs aus – nur um festzustellen, dass das Gebäude wegen einer fehlenden Baugenehmigung nicht nutzbar ist.

Auch die Entscheidung der Landesregierung, das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in zwei separate Behörden aufzuspalten, stieß auf Widerstand. Allein im ersten Jahr entstanden dadurch 15 neue Stellen und zusätzliche Kosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro.

Der Bericht des Bundes der Steuerzahler unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich finanzieller Fehlsteuerung bei öffentlichen Projekten in Nordrhein-Westfalen. Von verzögerten Sanierungen bis hin zu überflüssigen Neubauten deuten die aufgeführten Fälle auf wiederholte Kostenexplosionen und Verfahrenmängel hin.

Quelle