Schalke 04 holt mit 90-Millionen-Anleihe finanziellen Befreiungsschlag
Mark BolnbachSchalke 04 holt mit 90-Millionen-Anleihe finanziellen Befreiungsschlag
FC Schalke 04 sichert sich mit neuer Anleihe Finanzspritze in Höhe von 90 Millionen Euro
Der Fußballclub FC Schalke 04 hat durch die Platzierung einer neuen Anleihe rund 90 Millionen Euro eingesammelt – ein Betrag, der das ursprüngliche Ziel von 50 Millionen Euro deutlich übertrifft und einen bedeutenden Wendepunkt in der finanziellen Entwicklung des Vereins markiert.
Die erfolgreiche Anleiheemission kommt für Schalke zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Bereits in der ersten Hälfte der Saison 2025/2026 hatte der Club seine finanzielle Lage stabilisiert. Zwar sank der Halbjahresgewinn von 6,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 2,5 Millionen Euro, doch das negative Eigenkapital konnte von etwa 110 Millionen Euro (2022) auf 96,6 Millionen Euro reduziert werden. Zudem verringerte Schalke seine Schuldenlast, indem staatlich garantierte Kredite in Höhe von über 25,4 Millionen Euro zurückgezahlt und Stadionanteile für 7,5 Millionen Euro veräußert wurden. Trotz eines leichten Anstiegs der Verbindlichkeiten auf über 151 Millionen Euro scheint die Konsolidierungsstrategie in der 2. Bundesliga zu greifen: Für das Gesamtjahr wird ein ausgeglichenes oder leicht positives Ergebnis prognostiziert.
Die finanziellen Probleme des Vereins begannen lange vor dem Abstieg, doch in den letzten Jahren setzte Schalke auf eine Politik der Haushaltsdisziplin. Der Fokus lag auf der Förderung eigener Talente bei gleichzeitiger strenger Kostenkontrolle. Die Erlöse aus der neuen Anleihe sollen vorrangig zur Rückzahlung zweier älterer Anleihen aus den Jahren 2021 und 2022 (insgesamt 50 Millionen Euro) verwendet werden; der verbleibende Betrag dient der weiteren Schuldenreduzierung.
Christina Rühl-Hamers, die im Vorstand für Finanzen zuständige Direktorin, bezeichnete den Erfolg der Anleihe als "herausragend" und einen "großen Meilenstein" für den Verein. Die Mittel würden dem Club neue finanzielle Spielräume und größere Planungssicherheit verschaffen. Mit dem aktuellen zweiten Tabellenplatz rückt der Wiederaufstieg in die Bundesliga in greifbare Nähe – was die wirtschaftliche Position Schalkes zusätzlich stärken würde.
Die 90 Millionen Euro sollen helfen, bestehende Schulden abzubauen und die langfristige Stabilität des Vereins zu sichern. Die disziplinierte Finanzpolitik der letzten Jahre hat den Weg für diese Erholung geebnet. Sollte der Aufstieg gelingen, könnten die zusätzlichen Einnahmen Schalkes Rückkehr zu einer solideren finanziellen Basis besiegeln.






