S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit 836 Millionen Euro Investition
Mark BolnbachS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit 836 Millionen Euro Investition
Die S11-Bahnlinie zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht vor einem umfassenden Ausbau – die Bauarbeiten sind nun offiziell genehmigt. Nordrhein-Westfalen (NRW) stellt für das Projekt 305 Millionen Euro bereit, das Teil einer Gesamtinvestition von 836 Millionen Euro ist. Geplant sind neue Haltepunkte, zweigleisige Abschnitte sowie barrierefreie Ausbauten an allen Stationen.
Die Planfeststellung liegt vor, sodass DB InfraGO nun mit der Ausschreibung von Verträgen und der Anmeldung von Streckensperrungen beginnen kann. Die erste größere Vollsperrung ist für kurz nach Ostern 2026 vorgesehen. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass alle noch ausstehenden Genehmigungen in diesem Sommer erteilt werden.
Zum Projekt gehört die Verdopplung der Gleise zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach, der Ausbau des Bahnhofs Bergisch Gladbach auf vier Gleise sowie der Neubau eines Haltepunkts in Köln-Kalk West. Zudem entstehen Mittelbahnsteige am Kölner Hauptbahnhof und an der Station Köln Messe/Deutz. Sämtliche Bahnhöfe von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach erhalten einen vollständigen barrierefreien Ausbau.
Ursprünglich sollte der Bau des zweiten Gleises etwa ein Jahr dauern. Verzögerungen bei der Fertigstellung eines digitalen Stellwerks, von Brückenbauarbeiten sowie der Sanierung der Bahnhöfe Köln-Holweide und Köln-Dellbrück haben den Zeitplan jedoch verlängert. Die Sperrung für diese Phase ist nun von Ende 2030 bis Anfang 2032 – also rund 18 Monate – angesetzt, wobei Überschneidungen mit anderen Projekten das Fertigstellungsdatum weiter nach hinten verschieben könnten.
Nach Abschluss der Arbeiten wird die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten.
Ziel des S11-Ausbaus ist es, die Kapazitäten und die Barrierefreiheit auf der Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach deutlich zu verbessern. Der Bund steuert 531 Millionen Euro bei, sodass das Gesamtbudget bei 836 Millionen Euro liegt. Mögliche Verzögerungen beim zweigleisigen Ausbau könnten sich jedoch auf den endgültigen Zeitplan auswirken.






