Rünthe 08 gewinnt Zukunftspreis für revolutionäres Anti-Gewalt-Projekt im Fußball
Linus JesselRünthe 08 gewinnt Zukunftspreis für revolutionäres Anti-Gewalt-Projekt im Fußball
Rünthe 08, ein Fußballverein aus Bergkamen, gewinnt den Zukunftspreis 2025 für sein Engagement gegen Gewalt im Amateurfußball
Der Verein erhielt 5.000 Euro für sein innovatives Projekt "Trainer-Eltern-Kind", das die Zusammenarbeit zwischen Familien, Spielern und Betreuern fördert, um ein sicheres Umfeld – sowohl auf als auch neben dem Platz – zu schaffen.
Das 2023 gestartete Programm soll der zunehmenden Aggression im Breitensport entgegenwirken. Kernstück sind verpflichtende Elternabende, bei denen Familien lernen, konstruktiv mit Trainern und Schiedsrichtern umzugehen. Zudem bietet der Verein Workshops für Kinder zwischen drei und zehn Jahren an, in denen altersgerecht selbst entwickelte Verhaltensregeln vermittelt werden.
Seit Beginn des Projekts gab es im Verein keine gewalttätigen Vorfälle mehr. Die Eltern sind aktiver eingebunden, und die Stimmung bei Spielen hat sich spürbar verbessert. Vor jedem Heimspiel ertönt die Vereinshymne, die Respekt, Fairplay und Teamgeist in den Vordergrund stellt.
Die Jury des Zukunftspreises würdigte zudem zwei weitere Vereine für ihr soziales Engagement: Wellensiek aus Bielefeld und Bornheim 1945 Grün-Weiss aus Nordrhein-Westfalen. Ob sich der Ansatz von Rünthe 08 jedoch auf andere Amateurvereine in der Region auswirkt, ist nicht öffentlich dokumentiert.
Mit dem Preisgeld will der Verein sein Projekt weiter ausbauen. Die Kombination aus frühkindlicher Förderung und Einbindung der Familien hat bereits zu einem entspannteren, respektvolleren Klima beigetragen. Der Zukunftspreis zeigt, wie der Breitensport durch strukturierte Gemeinschaftsarbeit gesellschaftliche Herausforderungen bewältigen kann.






