16 February 2026, 06:26

Rosenmontag 2026: Millionen feiern trotz Schnee und politischer Eiskälte

Ein geschmückter Karnevalswagen mit Statuen und Blumen, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Polen, Drähten und dem Himmel oben.

Feierwütige, zieht warm an! An Rosenmontag regnet es nicht nur Süßes - Rosenmontag 2026: Millionen feiern trotz Schnee und politischer Eiskälte

Höhepunkt der Karnevalssaison: Rosenmontag 2026 lockt Millionen trotz Schnee und Regen

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Die deutsche Karnevalssaison erreicht am Rosenmontag 2026 ihren Höhepunkt – mit Umzügen in über 40 Städten. Trotz Schnee- und Regenvorhersagen werden sich Millionen Menschen an den Straßen versammeln. Doch in diesem Jahr steht einer der bekanntesten Wagenbauer des Landes, Jacques Tilly, wegen seiner satirischen Kreationen vor juristischen Problemen.

Das Rheinland bleibt erneut das Epizentrum der Feierlichkeiten. Der Kölner Umzug, der seit 1823 stattfindet, zieht jährlich über eine Million Besucher an. In Düsseldorf werden 8.000 Teilnehmer marschieren, darunter auch Tillys umstrittene Wagen – die nun Gegenstand einer Klage des russischen Präsidenten Wladimir Putin sind. In Mainz zieht sich der neun Kilometer lange Zug mit den traditionellen Meenzer Schwellköpp durch die Stadt, während Fulda, mit einer 500-jährigen Karnevalstradition, 2017 mit 4.100 Teilnehmern einen Rekord aufstellte.

Im Saarland locken die größten Veranstaltungen in Saarbrücken-Burbach und Neunkirchen jeweils über 200.000 bzw. 100.000 Menschen an. Selbst kleinere Städte wie Bocholt verzeichnen bis zu 100.000 Besucher. Doch für eine Beobachterin werden die diesjährigen Feiern unbemerkt vorbeiziehen: Eine Schriftstellerin aus dem Münsterland, einer Region mit eigenen Karnevalstraditionen, verpasst die Festlichkeiten wegen einer Dienstreise. Obwohl sie das Chaos einst müde machte, bleibt ein Hauch von Wehmut.

Weder Schnee noch Regen – und schon gar nicht politische Kontroversen – werden die Stimmung am Rosenmontag 2026 trüben. Von Kölns millionenstarkem Umzug bis zu Fuldas jahrhundertealter Tradition bleiben die Feiern ein kulturelles Fundament. Und während Tillys Rechtsstreit den diesjährigen Festlichkeiten eine unerwartete Wendung verleiht, bleibt der Karneval, was er immer war: ein buntes, lautes und unerschütterliches Spektakel.