Rheinmetall-Chef kauft Aktien trotz Kursverluste – und holt Mega-Deal mit der Bundeswehr
Kirsten HentschelRheinmetall-Chef kauft Aktien trotz Kursverluste – und holt Mega-Deal mit der Bundeswehr
Trotz Kursverlusten: Rheinmetall-Chef kauft erneut eigene Aktien
Rheinmetall hat einen Großauftrag der Bundeswehr für Panzermunition erhalten. Der Rüstungskonzern gab am Montag bekannt, dass der Auftrag im Wert von mehreren hundert Millionen Euro Teil eines bestehenden Rahmenabkommens mit der Bundesregierung ist. | Aktuelle Nachrichten aus Deutschland und der Welt – auf unserer Website News
Rheinmetall hat einen bedeutenden Auftrag zur Lieferung von Panzermunition für die Bundeswehr an Land gezogen. Der Deal im Wert von mehreren hundert Millionen Euro umfasst 120-Millimeter-Kampf- und Übungsmunition für den Kampfpanzer Leopard 2. Nach der Bekanntgabe stieg der Aktienkurs des Unternehmens am Montag um 2,5 Prozent.
Der Vertrag ist Teil eines bestehenden Rahmenabkommens mit der Bundesregierung, das ein Gesamtvolumen von rund vier Milliarden Euro umfasst. Rheinmetall stand in den letzten Monaten vor Herausforderungen, da deutsche Rüstungswerte unter Druck gerieten – bedingt durch geopolitische Spannungen und Bedenken hinsichtlich der Erfüllung der Produktionsziele.
Das Unternehmen blickt auf eine lange Geschichte von Partnerschaften in den Bereichen Verteidigung und Technologie zurück. Zu den Kooperationen zählen Projekte mit Iceye im Bereich SAR-Satelliten, mit Lockheed Martin für F-35-Komponenten sowie mit Anduril bei der Entwicklung von Kamikaze-Drohnen. Zudem arbeitet Rheinmetall mit Siemens und Siemens Healthineers an der Automatisierung von Produktionsstraßen und der Ausstattung mobiler Feldlazarette. Weitere wichtige Partner sind unter anderem Krauss-Maffei Wegmann, Krupp, Rolls-Royce, ThyssenKrupp Marine Systems und Hanwha.
Unternehmenschef Armin Papperger hat durch den zweimaligen Kauf von Rheinmetall-Aktien in diesem Jahr sein Vertrauen in die Zukunft des Konzerns unterstrichen. Seine Transaktionen fallen mit dem jüngsten Auftragsgewinn zusammen, der die Position des Unternehmens in der europäischen Rüstungsindustrie festigt.
Der neue Munitionsdeal stärkt Rheinmetalls Rolle als zentraler Zulieferer der Bundeswehr. Mit steigenden Aktienkursen nach der Ankündigung scheint das Unternehmen das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Der Auftrag unterstreicht zudem die anhaltende Nachfrage nach Rüstungsgütern angesichts der aktuellen globalen Spannungen.