Rheinmetall-Aktie steigt trotz Branchenrisiken und Exportängsten um Seltene Erden
Linus JesselRheinmetall-Aktie steigt trotz Branchenrisiken und Exportängsten um Seltene Erden
Der Aktienkurs von Rheinmetall stieg am Donnerstag um etwa 1,6 Prozent und beendete damit eine vier Tage andauernde Verlustserie. Der Anstieg erfolgt zu einer Zeit, in der die Rüstungsindustrie weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert ist, darunter Sorgen über mögliche Exportbeschränkungen Chinas für Seltene Erden.
Das Unternehmen hatte zuvor prognostiziert, bis 2030 Aufträge im Wert von bis zu 300 Milliarden Euro innerhalb der EU einwerben zu können. Doch die Stimmung in der Rüstungsbranche bleibt zuletzt schwach, was sich auch auf das Anlegervertrauen auswirkt. Die Kursentwicklung von Rheinmetall spiegelt dabei oft die allgemeine Branchenentwicklung wider.
Trotz eines erwarteten Umsatzrückgangs im ersten Halbjahr rechnet das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte mit einer Erholung. Der Gesamtumsatz für 2024 wird auf etwa 13 Milliarden Euro geschätzt.
Ein jüngster Aufschwung ergab sich durch die Freigabe von Mitteln durch das Verteidigungsministerium für Großaufträge, darunter mehrstufige Milliardenverträge. Analysten gehen davon aus, dass Rheinmetall gut positioniert ist, um von der nächsten Welle der Rüstungsausgaben zu profitieren.
Der Kursanstieg folgt auf eine Phase des Rückgangs und reflektiert sowohl die Marktvolatilität als auch branchenspezifische Belastungen. Mit großen Aufträgen in Aussicht und einer prognostizierten Umsatzerholung wirkt die Perspektive für Rheinmetall stabiler als in den vergangenen Wochen.






