Rheinberg Stadtverordnetenversammlung beschließt ersten Rheinberg-Wärmeplan
Kirsten HentschelRheinberg Stadtverordnetenversammlung beschließt ersten Rheinberg-Wärmeplan
Rheinberg hat einen bedeutenden Schritt zur Abschaffung fossiler Brennstoffe in der Wohnraumheizung unternommen. Am 11. Dezember 2025 verabschiedete der Stadtrat den ersten Rheinberger Wärmeplan – eine langfristige Strategie, um Heizsysteme bis 2045 auf klimafreundliche Alternativen umzustellen. Das Ziel: den Bürgerinnen und Bürgern klarere Orientierung für zukunftssichere Heizentscheidungen in ihren Häusern zu bieten.
Der neu beschlossene Wärmewendeplan zeigt auf, wie Rheinbergs Stadtteile in den nächsten zwei Jahrzehnten schrittweise von Gas- und Ölheizungen Abschied nehmen. Er warnt davor, neue konventionelle Systeme einzubauen, und verweist auf bevorstehende Vorschriften, steigende Netzentgelte und wachsende CO₂-Kosten. Stattdessen werden genehmigte Alternativen wie Wärmepumpen, Solarthermieanlagen, Hybridsysteme und Biomasseheizungen empfohlen.
Bürgerinnen und Bürger können sich nun individuell beim Klimaschutzamt der Stadt beraten lassen. Zu den Angeboten gehören neutrale Energieberatungen, „Dr. Haus“-Hausbesuche sowie Unterstützung bei der kommunalen Energieplanung. Ziel ist es, Eigentümern fundierte Entscheidungen bei der Modernisierung von Immobilien oder dem Austausch alter Heizungen zu erleichtern. Rheinberg hat seinen Plan deutlich vor der gesetzlichen Frist bis zum 30. Juni 2028 finalisiert. Die frühzeitige Umsetzung gebe den Bürgern mehr Planungssicherheit für Investitionen und stelle die Einhaltung künftiger Klimavorgaben sicher, so die Verantwortlichen.
Der Rheinberger Wärmeplan weist den Weg in eine klimaneutrale Heizungszukunft. Hausbesitzer können nun mit Fachberatung passende CO₂-arme Systeme erkunden und teure Nachrüstungen veralteter Fossiltechnik vermeiden. Das städtische Klimaschutzamt wird auch künftig kostenlose Beratungen anbieten, um den Umstieg zu begleiten.