Revolutionärer Filter stoppt Mikroplastik aus Waschmaschinen fast vollständig
Kirsten HentschelRevolutionärer Filter stoppt Mikroplastik aus Waschmaschinen fast vollständig
Ein neuer Filter könnte die Menge an Mikroplastik aus Waschmaschinen drastisch reduzieren
Forschende der Universität Bonn haben ein System entwickelt, das mehr als 99 Prozent der Kunststofffasern aus Abwasser filtert. Die Innovation zielt auf eine der Hauptquellen von Umweltverschmutzung ab, die mit Haushaltswäsche zusammenhängt.
Abwasser aus Waschmaschinen gehört zu den größten Verursachern von Mikroplastik-Verschmutzung. Eine Waschmaschine in einem Vier-Personen-Haushalt kann pro Jahr bis zu 500 Gramm dieser winzigen Partikel freisetzen. Viele davon landen in Kläranlagen, wo sie sich im Klärschlamm absetzen, der später als Dünger verwendet wird.
Der neue Filter lässt sich von der Natur inspirieren und ahmt das Kiemenreusensystem filtrierender Fische nach. Im Gegensatz zu herkömmlichen Konstruktionen verstopft er nicht und bleibt dabei hochwirksam. Die aufgefangenen Mikroplastikteilchen werden anschließend in der Maschine komprimiert, um eine einfache Entsorgung zu ermöglichen.
Die Universität Bonn und das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik haben die Technologie gemeinsam patentiert. Wissenschaftler:innen vermuten seit Langem, dass Mikroplastik Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier birgt – diese Entwicklung könnte daher einen Durchbruch bei der Verringerung der Belastung darstellen.
Der Filter bietet eine praktische Lösung, um zu verhindern, dass Mikroplastik über die Wäsche in Wassersysteme gelangt. Durch das Sammeln und Komprimieren der Partikel wird ihre Verbreitung in der Umwelt gestoppt. Das patentierte Design könnte Haushalten bald ein einfaches, aber wirksames Werkzeug im Kampf gegen Plastikverschmutzung an die Hand geben.






