07 March 2026, 14:12

Proteste in Ahaus: Hunderte demonstrieren gegen geplante Atommüll-Transporte aus Berlin und Jülich

Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Individuen mit Taschen, mit Gebäuden, Laternenmasten und Fahnen im Hintergrund.

Neuer Protest gegen Castor-Transport von Atommüll in Ahaus - Proteste in Ahaus: Hunderte demonstrieren gegen geplante Atommüll-Transporte aus Berlin und Jülich

Hunderte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen geplante Transporte von Atommüll zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen anstehende Lieferungen radioaktiven Materials aus den Forschungszentren in Jülich, Garching und Berlin. Die Veranstalter warnten, dass die ersten der rund 150 geplanten Transporte noch vor den Osterferien in Nordrhein-Westfalen beginnen könnten, die am 26. März starten.

Rund 450 Menschen nahmen an der Demonstration teil, die von 58 verschiedenen Gruppen unterstützt wurde – darunter Klimaschutzorganisationen, Kirchen, politische Parteien und Anti-Atom-Initiativen. Hauptkritikpunkt ist die geplante Verbringung von 152 Castor-Behältern aus Jülich sowie weiterer Abfälle aus Garching und Berlin zum Zwischenlager Ahaus.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Kritiker monieren, dass die Verlegung des Atommülls von einem provisorischen Standort zum nächsten wenig sinnvoll sei. Sie wiesen darauf hin, dass Deutschland nach wie vor über kein gesichertes Endlager für hochradioaktive Abfälle verfügt.

Im Mittelpunkt der Proteste standen die Risiken, die mit dem Transport solcher gefährlichen Fracht verbunden sind. Aktivisten fragten zudem, warum die Transporte ausgerechnet vor den Osterfeiertagen beschleunigt werden, wenn die öffentliche Aufmerksamkeit möglicherweise geringer ist.

Die Demonstration unterstrich den anhaltenden Widerstand gegen die Atomlogistik in Deutschland. Da es noch immer kein Endlager gibt, bleibt der Müll in Zwischenlagern. Die Behörden haben die genaue Gesamtzahl der Behälter, die im Rahmen der geplanten Transporte bewegt werden sollen, bisher nicht bestätigt.

Quelle