Polizei und Grundschüler setzen auf Süßes statt Strafen für Tempotäter
Laila SchomberPolizei und Grundschüler setzen auf Süßes statt Strafen für Tempotäter
Geschwindigkeitskampagne mit einer besonderen Note in Höxter-Albaxen
Letzte Woche fand in Höxter-Albaxen eine ungewöhnliche Aktion zur Sensibilisierung für Tempolimits statt. Die örtliche Polizei arbeitete dabei mit 63 Grundschulkindern zusammen und setzte auf eine "Süßes-oder-Saures"-Initiative an der Hansastraße. Ziel war es, Autofahrer spielerisch an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu erinnern und gleichzeitig die Gemeinschaft positiv einzubinden.
Im Fokus stand der Verkehr, der aus Richtung Stahle nach Höxter-Albaxen einfuhr. Schülerinnen und Schüler der Grundschule Schule im Wesertal unterstützten die Beamten – darunter ein Motorradpolizist, das Quartiersstreifenteam der Höxteraner Polizei sowie die Beamtinnen Kathrin Nieseke und Pia Menne. Gemeinsam maßen sie die Geschwindigkeit der Fahrzeuge und hielten mit Stoppschildern insgesamt 37 Fahrer an.
Die Kinder sprachen die Autofahrer direkt an: Wer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielt, erhielt Dankeskarten und Süßigkeiten. Temposünder hingegen bekamen eine freundliche Erinnerung – kombiniert mit einem "sauren" Bonbon. Nur wenige überschritten das Limit; die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 58 km/h.
Verwarnungen oder Bußgelder gab es bei der Aktion nicht. Stattdessen setzte man auf freundliche Hinweise und Aufklärung. Die Rückmeldungen von Teilnehmern, Polizisten und Autofahrern fielen durchweg positiv aus – ein Beleg dafür, dass das Konzept erfolgreich Bewusstsein schafft, ohne auf Konfrontation zu setzen.
Der "Süßes-oder-Saures"-Ansatz erwies sich als wirksames Mittel zur Förderung der Verkehrssicherheit. Durch die Einbindung der Kinder und die Belohnung regelkonformen Verhaltens statt Bestrafung motivierte die Kampagne zu verantwortungsvollem Fahren. Angesichts des Erfolgs könnte die Kreispolizei Höxter ähnliche Aktionen in Zukunft wiederholen.






