Parfümerie Pieper meldet Insolvenz an – 1.000 Jobs in Gefahr
Die bekannte Parfümeriekette Pieper mit Sitz in Herne hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen beschäftigt derzeit über 1.000 Mitarbeiter und betreibt mehr als 140 Filialen in ganz Deutschland, vor allem im Ruhrgebiet.
Der Insolvenzantrag erfolgt, nachdem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2021/22 einen Nettoumsatz von 113,7 Millionen Euro verbucht hatte. Trotz finanzieller Schwierigkeiten läuft der Betrieb vorerst wie gewohnt weiter.
Dank des deutschen Insolvenzgelds sind die Löhne und Gehälter der Beschäftigten für die nächsten drei Monate gesichert. Die langfristige Zukunft des Unternehmens – einschließlich möglicher Stellenstreichungen oder Filialschließungen – wird jedoch im Rahmen des Insolvenzverfahrens entschieden.
Pieper hat bereits neun Standorte geschlossen, sodass noch 113 Filialen übrig bleiben. Die meisten davon befinden sich in Nordrhein-Westfalen, insbesondere im Ruhrgebiet, weitere in Niedersachsen, Bremen und Hamburg.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird geprüft, ob weitere Schließungen oder Personalabbau notwendig sind. Bis auf Weiteres führt das Unternehmen seinen Geschäftsbetrieb fort, während Gläubiger und Verwalter die nächsten Schritte beraten. Die Mitarbeiter erhalten für mindestens die kommenden drei Monate ihr volles Gehalt – geschützt durch staatliche Garantien.






