Ohligs' Verkehrspläne scheitern an mangelndem Kompromiss und Parkplatz-Sorgen
Laila SchomberOhligs' Verkehrspläne scheitern an mangelndem Kompromiss und Parkplatz-Sorgen
Umgestaltung der Zufahrtswege im Ohligser Stadtzentrum scheitert vorerst an verschobener Entscheidung
Die Pläne zur Neugestaltung der Verkehrswege im Zentrum von Ohligs sind vorerst auf Eis gelegt, nachdem der Bezirksrat eine entscheidende Abstimmung vertagt hat. Der CDU-Bezirksbürgermeister Lars Westkämper kritisierte die aktuellen Vorschläge als "inakzeptabel" in ihrer jetzigen Form. Er warnte, die geplanten Änderungen könnten lokale Unternehmen belasten, indem dringend benötigte Parkplätze wegfallen.
Im Mittelpunkt der Debatte stehen zwei Großprojekte: die Umgestaltung des Cityrings und eine neue Fahrradroute (Veloroute). Zusammen könnten beide Vorhaben bis zu 170 Parkplätze kosten – etwa 70 durch den Cityring und bis zu 100 durch die Veloroute. Westkämper warf der Stadtverwaltung vor, die Folgen zu verharmlosen. Weniger Stellplätze würden den Einzelhandel zusätzlich unter Druck setzen, der ohnehin schon mit der schwierigen Wirtschaftslage kämpft.
Der Bezirksbürgermeister betonte zudem, dass vor einer Umsetzung ein besserer Dialog mit Händlern und Anwohnern nötig sei. Während die Verwaltung bis Februar eine Entscheidung anstrebt, um den aktualisierten Zeitplan vom 14. Juni einzuhalten, pocht Westkämper auf eine durchdachte Lösung statt auf überstürztes Handeln.
Trotz seiner deutlichen Kritik zeigte sich Westkämper grundsätzlich kompromissbereit. Er forderte einen "vernünftigen Mittelweg", der die Interessen von Autofahrern, Radfahrern und Gewerbetreibenden gleichermaßen berücksichtigt. Ohne Nachbesserungen, so seine Warnung, drohten die Pläne die Belange derer zu ignorieren, die auf das Ohligser Zentrum angewiesen sind.
Die CDU-Fraktion verlangt vor einer Abstimmung Überarbeitungen des lokalen Verkehrsplans. Ihr Widerstand hat den Tagesordnungspunkt blockiert – die Zukunft der Umgestaltung bleibt damit vorerst ungewiss.
Da die Entscheidung vertagt wurde, gibt es vorerst keine unmittelbaren Änderungen in Ohligs. Unternehmen und Anwohner müssen abwarten, ob überarbeitete Entwürfe ihre Bedenken aufgreifen. Ob die von der Verwaltung gesetzte Frist im Februar gehalten werden kann, steht angesichts der laufenden Diskussionen nun infrage.






