NRW stellt alle Schulen wegen Glatteis auf Distanzunterricht um – Eltern kritisieren kurzfristige Entscheidung
Mark BolnbachEltern fordern frühere Informationen zu Schulschließungen in NRW - NRW stellt alle Schulen wegen Glatteis auf Distanzunterricht um – Eltern kritisieren kurzfristige Entscheidung
Alle Schulen in Nordrhein-Westfalen auf Distanzunterricht umgestellt – ein Tag wegen extremer Glatteiswarnung
Aufgrund schwerer Glatteiswarnungen wurden in Nordrhein-Westfalen alle Schulen für einen Tag auf Distanzunterricht umgestellt. Die Entscheidung traf das Schulministerium nach einer Gefährdungsbeurteilung für die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler. Die spät am Sonntagnachmittag erfolgte Bekanntgabe stellte jedoch viele berufstätige Eltern vor kurzfristige Betreuungsprobleme.
Das Ministerium für Schule und Bildung (Schulministerium NRW) hatte die Schulen bereits am Freitag über mögliche Schließungen informiert. Dies folgte auf eine vorläufige Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom 11. Januar 2026. Die endgültige amtliche Warnung erfolgte aber erst spät am Sonntag, sodass die offizielle Mitteilung an die Öffentlichkeit erst am Sonntagabend erfolgen konnte.
Der Landeselternverband Grundschule NRW kritisierte den Zeitpunkt der Bekanntgabe scharf. Eltern hätten gleichzeitig mit den Schulen am Freitag informiert werden müssen, so der Verband. Eine frühere Warnung hätte berufstätigen Familien mehr Zeit gegeben, alternative Betreuungslösungen zu organisieren. Trotz der kurzfristigen Umstellung verlief der Distanzunterricht weitgehend reibungslos. Die Aufgaben wurden angemessen verteilt, und die meisten Schulen boten wie vorgeschrieben eine Notbetreuung an. Nur in wenigen Einzelfällen soll es vorgekommen sein, dass Grundschulen diese Unterstützung nicht gewährleisten konnten. Das Ministerium betonte, die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler habe oberste Priorität gehabt. Angesichts der plötzlichen Glatteisgefahr sei ein sofortiges Handeln notwendig gewesen – auch wenn dies für Eltern mit Unannehmlichkeiten verbunden war.
Die eintägige Umstellung auf Distanzunterricht verlief ohne größere Probleme. Fast überall stand eine Notbetreuung zur Verfügung, und die Lernmaterialien wurden wie geplant verteilt. Elternvertreter fordern für die Zukunft weiterhin frühere Informationen, um Familien besser auf wetterbedingte Schulschließungen vorbereiten zu können.