02 May 2026, 06:13

NRW-Sprengstoffexperten entschärfen jährlich Tausende explosive Altlasten mit Hightech-Robotern

Ein Mann mit Kopfhörern inspiziert eine Reihe von Raketen mit einer Texttafel im Hintergrund.

NRW-Sprengstoffexperten entschärfen jährlich Tausende explosive Altlasten mit Hightech-Robotern

Kampfmittelräumdienste in Nordrhein-Westfalen bleiben in höchster Alarmbereitschaft

Jährlich müssen die Spezialisten in Nordrhein-Westfalen Tausende explosive Altlasten und Sprengkörper entschärfen. Das Landeskriminalamt (LKA) und der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) gehen mit Präzision gegen Bedrohungen vor – von Kriegsrelikten bis zu selbstgebauten Bomben. Ihre Einsätze erfordern modernste Technik, intensives Training und absolute Konzentration.

Die USBV-Sprengstoffbeseitigungseinheit des LKA ist seit 1981 im Einsatz und besteht aus 15 Fachleuten. Pro Jahr werden rund 800 Einsätze gefahren, davon etwa 300 mit scharfen Sprengkörpern. Die Aufgaben reichen vom Entschärfen militärischer Munition bis zur Sicherung improvisierter Sprengstofflabore in Wohngebäuden.

Um die Gefahren zu bewältigen, setzt das Team auf ferngesteuerte Roboter, die jeweils etwa 300 Kilogramm wiegen. Diese Maschinen ermöglichen es den Experten, Bedrohungen aus sicherer Distanz unschädlich zu machen. Allein 2024 bearbeitete der KBD über 35.500 Meldungen und beseitigte 7.266 explosive Fundstücke – viele davon bei Bauarbeiten entdeckt.

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Ein erfahrener LKA-Experte ist der 54-jährige Andreas Otte, Spezialist für unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen. Sein Schutzanzug wiegt rund 40 Kilogramm und kostet über 60.000 Euro. Selbst mit Hilfe dauert das Anlegen eine volle Viertelstunde. Beide Teams betonen, dass ihre Arbeit absolute Präzision, Fokus und Sorgfalt erfordert.

Das LKA und der KBD leisten weiterhin einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit in Nordrhein-Westfalen. Mit Tausenden entschärften Sprengkörpern pro Jahr sind ihr Fachwissen und ihre Ausrüstung unverzichtbar. Durch ihren Einsatz bleiben Baustellen, öffentliche Plätze und Privatgrundstücke frei von explosiven Gefahren.

Quelle