06 January 2026, 06:41

NRW revolutioniert Regionalverkehr mit neuer Landesgesellschaft *Schiene.NRW* ab 2027

Zwei Züge auf dem Gleis mit einem Zaun im Vordergrund, Masten auf dem Land, einer mit einer Signallampe, ein Auto auf der Straße rechts, Gebäude im Hintergrund und der Himmel oben.

NRW Stadtverordnetenversammlung für ein landeseigenes Bahnunternehmen - NRW revolutioniert Regionalverkehr mit neuer Landesgesellschaft *Schiene.NRW* ab 2027

Nordrhein-Westfalen reformiert sein Regionalbahnsystem mit neuer Landesgesellschaft "Schiene.NRW"

Ab dem 1. Januar 2027 soll in Nordrhein-Westfalen das Regionalbahnsystem grundlegend umgestaltet werden: Drei bestehende Verkehrsverbünde – der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Go.Rheinland – werden durch eine zentrale, landeseigene Gesellschaft namens Schiene.NRW ersetzt. Die Reform folgt Forderungen lokaler Verantwortungsträger nach besserer Finanzierung und mehr Kontrolle über ein System, von dem täglich Hunderttausende Fahrgäste abhängen.

Der Städtetag Nordrhein-Westfalen schlägt vor, eine vollständige landeseigene Bahngesellschaft zu gründen, die den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) steuert. Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Städtetags, unterstützt den Plan und argumentiert, dies sei der logische Schritt, wenn das Land die volle Verantwortung für Planung und Betrieb übernehmen wolle.

Der Verband kritisiert die Landesregierung dafür, dass sie weder ausreichend Mittel bereitstelle noch die volle Haftung für Entscheidungen im SPNV-Bereich übernehme. Ohne angemessene finanzielle Unterstützung und rechtliche Absicherung könnten die Kommunen kein reibungsloses, fahrgastfreundliches System garantieren, warnt die Organisation. Gefordert wird zudem mehr Flexibilität bei der Mittelvergabe, um nahtlose Anschlüsse und zusätzliche Angebote für Reisende zu sichern.

Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) will mit der Zentralisierung die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des Regionalverkehrs steigern. Die neue Gesellschaft Schiene.NRW übernimmt ab 2027 die Aufgaben der bisherigen Verbünde VRR, NWL und Go.Rheinland.

Ziel der Umstrukturierung ist eine effizientere Steuerung des Regionalbahnverkehrs unter einem landeseigenen Dach. Lokale Politiker betonen, dass ausreichende Finanzierung und klare Haftungsregelungen entscheidend seien, um die Servicequalität zu erhalten. Die Änderungen werden sich auf Pendler, Berufstätige und Urlauber in ganz Nordrhein-Westfalen auswirken.