NRW revolutioniert Bauvorschriften: Weniger Bürokratie, mehr Wohnraum durch radikale Reformen
Kirsten HentschelNRW revolutioniert Bauvorschriften: Weniger Bürokratie, mehr Wohnraum durch radikale Reformen
Nordrhein-Westfalen baut Bürokratie im Bauwesen ab, um Projekte zu beschleunigen und Kosten zu senken
Mit den Reformen fallen zahlreiche langjährige Vorschriften weg, was die Umwandlung von Büros und leerstehenden Läden in Wohnraum erleichtern soll. Branchenverbände begrüßen die Änderungen, insbesondere für den sozialen und privaten Wohnungsbau.
Künftig entfallen die meisten nicht sicherheitsrelevanten Regelungen, die bisher Bauvorhaben verzögert haben. Nur noch zehn Prozent der DIN-Normen bleiben verbindlich – und zwar ausschließlich solche, die direkt mit der Sicherheit zusammenhängen. Details wie die Anzahl der Steckdosen in einem Raum werden nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben.
Digitalisierung als Standard: Bauanträge künftig online Planungsanträge sollen künftig standardmäßig digital eingereicht werden. Damit sollen der Papierkram reduziert und Verzögerungen vermieden werden. Besonders profitieren dürften der soziale Wohnungsbau und private Wohnungsbauer von den vereinfachten Abläufen.
Branchenverbände loben die Entflechtung der Vorschriften Verbände wie der VdW Rheinland Westfalen und Haus & Grund zeigen sich erfreut über die Reform. Sie argumentieren, dass übermäßige Bürokratie die Entwicklung jahrelang ausgebremst habe. Durch die Konzentration auf wesentliche Sicherheitsvorgaben sollten Umbauten und Neubauten nun schneller und günstiger werden.
Die Änderungen treten sofort in Kraft: Digitale Genehmigungen und weniger Regularien werden zum Standard. Bauherren müssen sich künftig nur noch an DIN-Normen halten, sofern diese die Sicherheit betreffen. Die Landesregierung erwartet, dass die Reformen das Wohnraumangebot erhöhen und gleichzeitig die tüv-kosten im Griff behalten.