NRW reformiert KiBiz: Mehr Geld, weniger Kita-Schließungen und bessere Betreuung für Familien
Kirsten HentschelNRW reformiert KiBiz: Mehr Geld, weniger Kita-Schließungen und bessere Betreuung für Familien
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat Pläne zur Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) vorgelegt, mit dem Ziel, die Betreuung in Kitas und die frühe Kindheitsbildung zu verbessern. Der Gesetzentwurf, der nun dem Landtag vorliegt, verspricht mehr Finanzmittel, flexiblere Personalplanung und weniger unvorhergesehene Schließungen für Familien in der gesamten Region.
Im Mittelpunkt der Reform steht eine zuverlässigere und planbarere Kinderbetreuung. Durch flexible Kern- und erweiterte Öffnungszeiten soll Personal dort eingesetzt werden, wo es am dringendsten benötigt wird, um spontane Schließungen zu reduzieren. Die Landesregierung hat zudem zugesagt, in den kommenden Jahren 1,5 Milliarden Euro in die Kita-Infrastruktur zu investieren.
Ab dem 1. August 2027 wird die Basisförderung für Träger jährlich um zusätzliche 200 Millionen Euro aufgestockt. Diese Mittel sollen die Umstellung auf das neue System erleichtern. Neben der finanziellen Unterstützung hilft die Landesregierung den Trägern dabei, mehr Fachkräfte einzustellen, um den Personalmangel zu bekämpfen.
Im Jahr 2023 wurden in der Region 3.500 Kindergärten als Chancen-Kitas zertifiziert oder gefördert – ein Programm, das die frühe Bildung verbessern soll. Die Reform entstand in Abstimmung mit Verbänden und befindet sich nun in der parlamentarischen Beratung.
Martin Lucke, CDU-Landtagsabgeordneter, bezeichnete die Änderungen als einen entscheidenden Schritt hin zu einer verlässlichen und hochwertigen Kinderbetreuung. Er betonte, dass jedes Kind gleiche Chancen verdiene und Familien auf verlässliche Unterstützung angewiesen seien.
Die Reform bringt mehr Geld, besser qualifiziertes Personal und größere Flexibilität in die Kitas. Falls der Entwurf verabschiedet wird, sollen Schließungszeiten reduziert und der Druck auf die Träger verringert werden. Bevor das Gesetz in Kraft tritt, steht nun die weitere Debatte im Landtag an.






