16 March 2026, 14:12

NRW-Polizei jagt Influencer, die illegale Autorennen bewerben und filmen

Ein Polizeiauto fährt auf einer Rennstrecke mit Gras auf beiden Seiten, umgeben von Menschen, Zelten und anderen Gegenständen im Hintergrund.

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Polizei in Nordrhein-Westfalen geht gegen Social-Media-Influencer vor, die Raserei filmen und verbreiten

Die Behörden in Nordrhein-Westfalen verschärfen das Vorgehen gegen Influencer, die sich beim Rasen filmen und die Videos anschließend online stellen. Hintergrund ist die Zunahme illegaler Autotreffen, die häufig über solche Postings organisiert werden, große Menschenmengen anziehen und eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen.

Die Polizei überwacht nun gezielt die Online-Aktivitäten der Influencer, um frühzeitig Hinweise auf geplante Veranstaltungen zu erkennen. Durch die Auswertung von Beiträgen und Diskussionen sollen Teilnehmer bereits auf dem Weg zu den Treffen abgefangen werden.

Wird ein nicht genehmigtes Tuning- oder RennEvent gemeldet, leitet die Polizei großangelegte Einsätze ein. Dabei kommen auch Hubschrauber oder Drohnen zum Einsatz, um Beweismaterial zu sammeln und das Ausmaß der Veranstaltung zu erfassen. Die Beamten können dann offizielle Verwarnungen aussprechen oder Influencer auf Grundlage bestehender Sicherheitsgesetze von bestimmten Gebieten ausschließen.

Um zu verhindern, dass die Organisatoren den Behörden entgehen, arbeitet die Polizei zudem mit den Sicherheitskräften in den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden zusammen. Diese grenzüberschreitende Kooperation soll verhindern, dass die illegalen Treffen einfach ins Ausland verlegt werden.

Trotz der verschärften Maßnahmen liegen bisher keine offiziellen Zahlen vor, wie viele Influencer in den vergangenen zwei Jahren (2024–2026) identifiziert oder verwarnt wurden.

Im Mittelpunkt der neuen Strategie steht die Verhinderung illegaler Autotreffen, noch bevor sie stattfinden. Durch die gezielte Überwachung von Influencern, die gefährliches Fahrverhalten bewerben, hofft die Polizei, die Zahl der nicht genehmigten Veranstaltungen zu reduzieren. Digitales Monitoring und grenzüberschreitende Zusammenarbeit bilden dabei zentrale Elemente des Konzepts.

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