22 March 2026, 18:13

NRW plant schärfere Schulgesetze gegen Gewalt und Störungen im Klassenzimmer

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer, mit Büchern und Stiften auf den Tischen und Papieren an der Wand dahinter.

NRW plant schärfere Schulgesetze gegen Gewalt und Störungen im Klassenzimmer

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen drängt auf neue Gesetze, um die zunehmende Gewalt und Störungen an Schulen einzudämmen. Beamte wollen Lehrkräften und Schulleitungen stärkere rechtliche Mittel an die Hand geben, um problematisches Verhalten zu ahnden. Der Vorstoß folgt Berichten über wachsende Aggression – viele Schulleiter verzeichnen seit fünf Jahren eine Zunahme der Vorfälle.

Ein aktueller Gesetzentwurf des Schulministeriums sieht vor, die rechtlichen Handlungsmöglichkeiten der Schulen bei Fehlverhalten auszuweiten. Nach der Reform könnten Pädagogen Schüler vorübergehend für bis zu eine Woche in eine andere Klasse versetzen oder sie für zwei Tage vom Unterricht ausschließen. In schweren Fällen wäre ein Ausschluss von bestimmten Fächern, Kursen oder Schulveranstaltungen für bis zu vier Wochen möglich.

Ziel der Änderungen ist es, Schulen in Krisensituationen klarere Handlungsrichtlinien an die Hand zu geben. Bisher gibt es keinen einheitlichen Ansatz, da sich jede Lage anders entwickelt. Einige Schulen, wie die Kaufmännischen Schulen Tecklenburger Land, haben bereits eigene Interventionspläne auf Basis der Notfallrichtlinien des Ministeriums erarbeitet.

Der Reformdruck wächst angesichts der zunehmenden Gewalt an Schulen. Eine Landesumfrage ergab, dass 73 Prozent der Schulleiter in den vergangenen fünf Jahren Übergriffe auf Lehrkräfte verzeichneten. Körperliche Angriffe sind ebenfalls ein großes Problem: 43 Prozent der Schulen meldeten solche Fälle, und 66 Prozent der Schulleiter beobachteten eine generelle Zunahme aggressiven Verhaltens.

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Schulleitungen sollen künftig schneller handeln können, wenn ein Schüler den Schulbetrieb schwerwiegend stört oder eine Gefahr für andere darstellt. Das Ministerium betont, dass die Maßnahmen dem Personal mehr Sicherheit und Flexibilität im Schulalltag geben werden.

Die geplante Gesetzesnovelle soll sowohl pädagogische als auch disziplinarische Maßnahmen präziser fassen. Schulen erhalten damit mehr Befugnisse, um auf Bedrohungen und Störungen umgehend zu reagieren. Die Reformen spiegeln die wachsenden Sorgen um Sicherheit und Verhalten an den Schulen in Nordrhein-Westfalen wider.

Quelle